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Studie zu Auswirkung der Zölle : Amerika verdient durch China-Zölle 18,4 Milliarden Dollar

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China verschifft wegen der Zölle weniger und Amerika profitiert. Bild: dpa

Trump schade der amerikanischen Wirtschaft mit den Zöllen, hieß es lange. Bislang ist es anders, haben Ökonomen nun vorgerechnet – und auch, wer die Hauptlast trägt.

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          Die amerikanische Volkswirtschaft profitiert einer Studie zufolge von den Strafzöllen gegen China, bislang jedenfalls. Der Gesamtnutzen summiere sich auf ungefähr 18,4 Milliarden Dollar, heißt es in der am Montag veröffentlichten Untersuchung für das Forschungsnetz Econpol Europe.

          „Zölle sind nichts anderes als Abgaben, deren Last verteilt wird auf ausländische Hersteller und inländische Verbraucher“, sagte Co-Autor Gabriel Felbermayr vom Münchener Ifo-Institut, der mit Benedikt Zoller-Rydzek vom KOF-Institut in Zürich die Folgen untersucht hat: „Im Falle der amerikanischen Zölle auf chinesische Güter werden drei Viertel der Belastung auf die chinesischen Hersteller verlagert, und die Vereinigten Staaten erzielen damit erhebliche Einnahmen.“ Das Problem mit dem Protektionismus sei, dass er sich tatsächlich wirtschaftlich „vorteilhaft auf die Vereinigten Staaten auswirken kann“.

          Die amerikanischen Zölle betreffen ungefähr 50 Prozent der Produkte, die aus China importiert werden – mit einem Wert von 250 Milliarden Dollar. Darauf hat China mit Vergeltungsmaßnahmen reagiert, die amerikanische Güter mit einem Wert von 60 Milliarden Dollar betreffen.

          Der Studie zufolge dürften die Zölle die amerikanischen Verbraucherpreise für die betroffenen Importe um 4,5 Prozent steigen lassen. Zudem werde der Export dieser Güter in die Vereinigten Staaten um 37 Prozent schrumpfen. Dadurch werde das Handelsdefizit Amerikas mit China um 17 Prozent sinken. Zugleich wird ein Anstieg der amerikanischen Zolleinnahmen von 22,5 Milliarden Dollar prognostiziert.

          Wirtschaftsprofessor Felbermayr schränkt im Gespräch mit FAZ.NET aber ein: „Wenn alle Länder versuchen, sich mit Zöllen auf Kosten der Handelspartner zu bereichern, dann sind am Ende alle ärmer.“ Was für ein Land gut sei, würde für alle Länder zusammen aber verheerend enden. Deshalb müssten die anderen Länder dagegenhalten. „Sonst profitiert am Ende der Aggressor.“

          Die Vereinigten Staaten werfen China unter anderem Marktabschottung, unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft und Technologiediebstahl vor. China weist dies zurück. Der Konflikt schürt Sorgen, dass er sich zu einem Handelskrieg mit schweren Folgen für die Weltwirtschaft ausweitet.

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