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Sendung beschlagnahmt : Huawei verklagt das amerikanische Handelsministerium

  • Aktualisiert am

Huawei will auch beim 5G-Ausbau mitmischen. Bild: Reuters

Der Konzern ärgert sich über die Beschlagnahmung von Telekomausrüstung und will vor Gericht ziehen. Eine neue Maßnahme des Handelsministeriums dürfte kaum deeskalierend wirken.

          Der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei ist um eine neue Facette reicher. Der Konzern reichte am Freitag Klage gegen das amerikanische Handelsministerium ein. Laut Klageschrift geht es um Telekomausrüstung, die das Unternehmen aus China in ein Testlabor in Kalifornien befördert hatte und von dort wieder in die Volksrepublik zurückbringen wollte. Nach Darstellung von Huawei wurde die Ladung aber von der Regierung in Alaska beschlagnahmt. Dort befinde sie sich noch immer.

          Das chinesische Unternehmen betont, dass für die Ausrüstung keine Lizenz erforderlich gewesen sei. Es verlangt, dass das Handelsministerium die Ware entweder freigibt oder entscheidet, dass die Lieferung illegal gewesen sei. Vom Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Schwarze Liste wird länger

          Die Trump-Regierung hat Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie nach eigenen Angaben fürchtet, die Technologie des Konzerns könnte zur Spionage verwendet werden könnte. Damit ist es amerikanischen Firmen untersagt, mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte zu machen. Obwohl Washington einen Aufschub bis 19. August gewährte, schränkten mehrere Unternehmen wie Facebook und Google schon jetzt ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ein. Huawei hat Vorwürfe zurückgewiesen, es helfe dem chinesischen Staat bei Ausspähung.

          Am Freitag wurde diese Liste derweil um fünf weitere chinesische Unternehmen erweitert. Betroffen sind der Supercomputer-Hersteller Sugon und drei Tochterfirmen sowie ein Computertechnologie-Institut der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Sie werden nach Angaben der amerikanischen Regierung als Risiko „für die nationalen Sicherheitsinteressen oder die außenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten“ eingestuft.

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