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Seltene Erden : Pekings Waffe im Handelskrieg

Ein Arbeiter rührt Kessel voll Seltener Erden in einer Werkstatt in der Nähe von Damao im Norden Chinas an der Grenze zur Mongolei. Bild: Reuters

In jedem Smartphone, in jeder Hightech-Rüstung stecken Seltene Erden. 80 Prozent dieser Metalle kommen aus Fernost. Setzt China das nun als Druckmittel gegen Amerika ein?

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          Vergangenen Freitag veröffentlichte die Pekinger Zeitung „Global Times“, die der Kommunistischen Partei Chinas (KP) gehört, einen Kommentar mit einer kämpferischen Überschrift: „Amerikas Verlangen nach Seltenen Erden ist ein Ass in Pekings Hand“.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Darunter behauptete der Autor, dass China „laut mancher Statistik“ 95 Prozent des weltweiten Vorkommens der Metalle beherberge, ohne die die Elektronikbauteile in Smartphones ebenso wenig auskommen wie moderne Waffen im Rüstungssektor. „Es wird viele Jahre brauchen, bis Amerika seine Förderindustrie für Seltene Erden aufgebaut hat“, konstatierte der Kommentar. „Das ist lange genug für China, um einen Handelskrieg gegen Amerika zu gewinnen, während dem Chinas Monopol auf die Produktion Seltener Erden Peking helfen wird, das Herzblut des amerikanischen Hochtechnologiesektors zu kontrollieren.“

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