https://www.faz.net/-gqe-9r51e

Entspannungszeichen : Peking verzichtet auf neue Zölle im Handelsstreit

Amerikanische Sojabauern können sich freuen: China erhebt keine neuen Strafzölle auf Soja. Auch Schweinefleisch bleibt verschont. Bild: dpa

China kommt Amerika im Handelsstreit entgegen und verzichtet auf neue Strafzölle auf Soja und Schweinefleisch. Peking hofft darauf, dass Amerika „zu seinem Wort stehen“ werde.

          1 Min.

          Im Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Amerika und China gehen beide Seiten ein wenig aufeinander zu. Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump die Einführung neuer Strafzölle auf chinesische Importwaren auf Bitten Pekings vom 1. Oktober auf den 15. Oktober verschoben hat, kündigt nun China an, geplante neue Strafzölle auf Soja und Schweinefleisch aus den Vereinigten Staaten vorerst nicht zu erheben. Das berichtete am Freitagabend Ortszeit die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Laut dem Bericht will Peking zudem chinesische Unternehmen ermutigen, weitere Agrargüter aus Amerika zu kaufen.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Anfang Oktober wollen beide Seiten in Washington die im vergangenen Monat abgebrochenen Verhandlungen im Wirtschaftskonflikt wieder aufnehmen. Die chinesische Regierung hatte Trump gebeten, dessen angedrohten neuen Strafzölle nicht ausgerechnet am Nationalfeiertag Chinas einzuführen. Am 1. Oktober vor 70 Jahren wurde die Gründung der Volksrepublik von Mao Tse-tung auf dem Tor des Himmlischen Friedens in Peking ausgerufen. China plant für den Tag in diesem Jahr große Feierlichkeiten.

          Ausklammern von Sicherheitsfragen

          Dass Trump eingewilligt hat, die Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Produkte im Wert von 250 Milliarden Dollar von 25 auf 30 Prozent um zwei Wochen zu verschieben, wird in Peking als Zeichen des guten Willens gewertet. Das chinesische Handelsministerium hatte mitgeteilt, dass es die Geste Trumps begrüße. Ein Bericht des staatlichen Fernsehsender CCTV drückte am Freitag die Hoffnung aus, dass Amerika „zu seinem Wort stehen“ werde und „günstige Bedingungen“ für eine Zusammenarbeit beider Länder im Agrarsektor schaffen werde.

          Das „Wall Street Journal“ hatte am Donnerstag berichtet, dass China versuche, die Verhandlungen mit Washington auf rein wirtschaftliche Fragen zu begrenzen. Streitpunkte, in denen es um Fragen der nationalen Sicherheit geht wie etwa den Bann Washingtons gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei, sollen demnach ausgeklammert werden. So hoffe Peking, den „Knoten“ in den zum Stillstand gekommenen Verhandlungen zu durchschlagen.

          Weitere Themen

          Tipps für die Auswahl von E-Wallets Video-Seite öffnen

          Mobil Bezahlen : Tipps für die Auswahl von E-Wallets

          In E-Wallets kann man Geld speichern und damit mobil bezahlen. Besonders wichtig bei der Auswahl: die Sicherheitsstandards des Anbieters. Nutzer sollten aber auch auf bestimmte Funktionen und mögliche Gebühren achten.

          Topmeldungen

          Nobelinsel Martha’s Vineyard : Ein neues Haus für die Obamas

          Martha’s Vineyard ist eine der exklusivsten Wohnadressen in den Vereinigten Staaten. Jetzt darf sich die illustre Reihe Prominenter dort über neue Nachbarn freuen – sofern man die Obamas auf ihrem riesigen Anwesen zu Gesicht bekommt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.