https://www.faz.net/-gqe-9dvw7

Nafta-Verhandlungen : Trump erwartet einen „Deal“ mit Kanada

  • Aktualisiert am

Das Nafta-Abkommen regelt die Handelsbeziehungen zwischen den drei nordamerikanischen Ländern. Bild: Reuters

An diesem Freitag gehen die Verhandlungen über ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen in die entscheidende Runde. Noch pocht Kanada auf ein Detail – doch der amerikanische Präsident gibt sich trotzdem optimistisch.

          In den Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko steht laut Präsident Donald Trump ein Durchbruch bevor. „Ich denke, wir stehen kurz vor einem Deal“, sagte Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Am Freitag geht der seit Tagen andauernde Nafta-Verhandlungsmarathon in die entscheidende Runde.

          Ob es dann schon ein klares Ergebnis geben wird, sei abzuwarten. „Kanada wird irgendwann einen Deal machen. Das könnte am Freitag sein oder innerhalb eines Zeitraums“, sagte Trump weiter. Kanadas Delegationsleiterin, Außenministerin Chrystia Freeland, hatte am Donnerstag mehrfach mit dem amerikanischen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer beraten und sich optimistisch gezeigt.

          Am frühen Freitagmorgen sollen die Gespräche in Washington weitergehen. Bis in die Nacht hinein hatten die Delegationen der Vereinigten Staaten und Kanadas verhandelt, wie das Blatt „The Star“ berichtete. Kanada steht unter Druck, weil Amerika und Mexiko sich bereits auf ein vorläufiges Abkommen bilateral geeinigt hatten.

          Ab Freitag noch 30 Tage Zeit

          Trump will am Freitag einen Brief mit einem Verhandlungsergebnis an den Kongress richten – von da an beginnt eine 90-Tages-Frist. 30 Tage lang hat er Zeit, Details nachzureichen. Insofern könnte ein Kompromiss sein, dass bis Freitag ein vorläufiges Abkommen in die Wege geleitet wird und noch strittige Details binnen 30 Tagen nachverhandelt werden.

          Einer der Streitpunkte, bei denen sich Mexiko kompromissbereit gezeigt hatte, waren Mindestlöhne in einigen Bereichen der Automobilindustrie. Zu den Streitpunkten gehört weiterhin die Abschottung kanadischer Milchbauern mit Schutzzöllen.

          Das 1994 abgeschlossene nordamerikanische Handelsabkommen Nafta ist eines der größten Freihandelsabkommen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab.

          Weitere Themen

          Indien verbietet E-Zigaretten Video-Seite öffnen

          Todesfälle durch Vaping : Indien verbietet E-Zigaretten

          In letzter Zeit kam es aber vermehrt zu Lungenkrankheiten und sogar Todesfällen, die Ärzte auf das sogenannte Vaping zurückführen. Viele Regierungen stören sich auch daran, dass die Industrie gezielt Jugendliche anspricht.

          Zahlen Inselbewohner bald extra?

          FAZ Plus Artikel: Paketzustellung : Zahlen Inselbewohner bald extra?

          Fürs Porto gilt bislang: Alle zahlen gleich viel, solang nach Deutschland versendet wird. Doch Pakete auf Inseln zu bringen, wird der Post inzwischen zu teuer. Sie erwägt einen Zuschlag – doch dagegen gibt es Proteste.

          Topmeldungen

          Reformpaket gegen Klimawandel : Der Tag der Entscheidung

          Nach monatelangen Debatten steht die Bundesregierung vor einer klimapolitischen Richtungsentscheidung. Verschiedene Maßnahmen stehen zur Wahl. Eine Übersicht.

          „Downton Abbey“ im Kino : Flucht in die heile Adelswelt

          „Downton Abbey“, der Kinofilm, ist das polierte Produkt der Brexit-Jahre: ein nostalgischer Blick auf die Welt des englischen Adels und eine Aufforderung, sich vor der politischen Gegenwart zu verstecken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.