https://www.faz.net/-gqe-9rnoz

Konflikt mit China : Trumps nächster Streich im Handelsstreit?

  • Aktualisiert am

Die Vereinigten Staaten und China stecken seit längerem in einem Handelsstreit fest. Bild: AP

Insidern zufolge plant die amerikanische Regierung, die Börsennotierung chinesischer Unternehmen in den Vereinigten Staaten einzustellen. Die Informationen sorgen an der New Yorker Börse für Aufruhr.

          1 Min.

          Die amerikanische Regierung denkt Insidern zufolge darüber nach, die Börsennotierung chinesischer Unternehmen in den Vereinigten Staaten einzustellen. Ein solcher Schritt wäre Teil von Bemühungen im größeren Stil, chinesische Investitionen in Amerika einzuschränken, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen am Freitag laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters und der „Financial Times“.  Derartige Maßnahmen dürften den Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten kräftig anheizen.

          Ebenfalls unter Berufung auf Insider berichtete die Agentur Bloomberg, die genauen Mechanismen zum sogenannten Delisting der Unternehmen müssten noch ausgearbeitet werden. Der amerikanische Präsident Donald Trump müsse das Vorhaben am Ende absegnen. Allerdings habe er schon grünes Licht für Diskussionen über das Thema gegeben.

          Die Informationen sorgten an der New Yorker Börse für Aufruhr. Aktien von chinesischen Unternehmen wie den Internetriesen Alibaba und JD.com sowie der Suchmaschine Baidu gingen auf Talfahrt.

          Ein amerikanischer Regierungsvertreter sagte, dass Trumps Team zudem über Möglichkeiten berate, den Geldfluss von amerikanischen Portfolios nach China zu begrenzen. Beim amerikanischen Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Die Vereinigten Staaten und China stecken seit längerem in einem Handelsstreit fest. Amerika wirft China unfaire Handelspraktiken vor und hat deshalb Zölle auf chinesische Importe verhängt. China hat mit Gegenzöllen reagiert. Das belastet die Wirtschaft auf der ganzen Welt und hält die Börsen in Atem. Die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China sollen einem Bericht von CNBC zufolge am 10. Oktober wieder aufgenommen werden.

          Weitere Themen

          Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk Video-Seite öffnen

          Zwentendorf : Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk

          In Betrieb gegangen ist das einzige Atomkraftwerk Österreichs nie, da sich die Menschen in einer Volksabstimmung in den siebziger Jahren gegen die Kernkraft entschieden. Aus Wien kommt nun heftiger Widerstand gegen die Brüsseler Taxonomie-Verordnung.

          Was will China?

          Grand Strategy : Was will China?

          Aus dem Ende der Sowjetunion hat Chinas Führung Schlüsse gezogen. Sie baut gezielt an einer neuen Weltordnung, in der sie bestimmt, wohin die Reise geht.

          Topmeldungen

          Machtkampf im Indo-Pazifik : Säbelrasseln in der Wachstumsregion

          In Asien ist der Machtkampf im Wirtschaftsraum der Zukunft in vollem Gange. China weitet seinen Einfluss aus – auch mit umstrittenen Bauvorhaben. Andere Länder reagieren mit einem Schulterschluss. Und Deutschland sucht in dem Streit nach seiner Rolle.

          Blinken und Lawrow in Genf : Die Suche nach dem richtigen Weg

          Nach dem Treffen der Außenminister Antony Blinken und Sergej Lawrow in Genf ist die Rede von einem besseren gegenseitigen Verständnis. Doch es fehlen konkrete Schritte der Deeskalation im Ukraine-Konflikt.