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Kommentar zum Handelsstreit : Wohlstand vernichtet

Ein Mercedes Benz steht vor einem Hotel in der chinesischen Stadt Kanton (Guangzhou). Bild: dpa

Amerikas Präsident Donald Trump ist auf dem besten Weg, den weltweiten Wohlstand zu vernichten – denn Handelskriege kennen nur eines: Verlierer.

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          An Handelskonflikten gibt es nichts schönzureden. Höhere Zölle führen zu höheren Preisen für die Käufer und zu schrumpfenden Gewinnen und Löhnen in den Unternehmen. Daimler ist der erste deutsche Großkonzern, der das jetzt zu spüren bekommt. Viele weitere werden folgen.

          Denn zum einen sind in Zeiten globaler Wertschöpfungsketten enorm viele Exportprodukte von höheren Zöllen in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt betroffen. Und zum anderen deutet nichts darauf hin, dass Donald Trump mit seinen Schlägen gegen China, Europa und den Rest der Welt nachlassen wird. Im Gegenteil, der nächste ist schon absehbar. Er dürfte die deutsche Autoindustrie treffen. Daimler, VW und Co. müssen sich auf höhere Einfuhrzölle in den Vereinigten Staaten vorbereiten.

          Das von den Unternehmen an Trump überbrachte Friedensangebot (Industriezölle auf beiden Seiten abbauen) wird daran nichts ändern. Trumps Wohlstandsvernichtungsprogramm läuft auf Hochtouren. Es kennt – und das ist mehr als eine Binse – nur Verlierer. Auch in der glänzend dastehenden amerikanischen Wirtschaft wird das schneller zu spüren sein, als es dem Präsidenten lieb ist.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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