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Neue Runde im Handelsstreit : China wirft Amerika „reinen Wirtschaftsterrorismus“ vor

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Der amerikanische Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im November 2017 in Peking Bild: Reuters

Im Handelsstreit verschärft die chinesische Regierung abermals den Ton. Die Vereinigten Staaten erhöhen derweil die Zölle auf chinesische Matratzen – und deutsche Bierfässer.

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          Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat China den Ton verschärft. Der von Amerika vorsätzlich ausgelöste Handelskonflikt sei „reiner Wirtschaftsterrorismus“, sagte der stellvertretende chinesische Außenminister Zhang Hanhui am Donnerstag in Peking. Er kündigte zudem eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland an. „Wir sind gegen den Handelskrieg, aber wir haben keine Angst davor“, sagte Zhang und warnte: „Es gibt keinen Gewinner in einem Handelskrieg.“ Er betonte, China und Russland verträten im Handelskonflikt gemeinsame Interessen. „China und Russland werden mit Sicherheit die wirtschaftliche Zusammenarbeit und den Handel verstärken“, sagte Zhang.

          Der seit mehr als einem Jahr andauernde Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte sich zuvor weiter hochgeschaukelt. Zuletzt hatte die amerikanische Regierung den chinesischen Konzern Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt und damit den Zugang zu amerikanischer Technologie massiv erschwert.

          Am Dienstag hatte China damit gedroht, als Reaktion auf amerikanische Strafzölle die Ausfuhr Seltener Erden, die für Elektronik-Produkte benötigt werden, zu beschränken. Am Donnerstag hieß es dann aus dem Handelsministerium in Peking: Ungeachtet des Handelsstreits mit Amerika wolle man eine „angemessene“ Nachfrage anderer Länder nach Seltenen Erden decken. Es wäre aber inakzeptabel, wenn diese Staaten die begehrten Rohstoffe zur Produktion nutzten und dann China unterdrückten, sagte ein Sprecher.

          „Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang“

          Experten warnten, dass Lieferengpässe bei Seltenen Erden auch starke Auswirkungen auf Deutschland und die Weltwirtschaft hätten. China ist der weltgrößte Produzent. Die 17 Metalle, zu denen Neodym, Lanthan und Cer gehören, werden besonders in der High-Tech-Industrie benutzt, etwa für Smartphones, Computer, Bildschirme und andere Elektrogeräte oder Windkraftanlagen und Autos. Die Vereinigten Staaten beziehen 80 Prozent aus China.

          Unterdessen erheben die Vereinigten Staaten nun Strafzölle auf chinesische Matratzen sowie Bierfässer aus rostfreiem Stahl aus Deutschland, Mexiko und China. Exporteure aus den entsprechenden Ländern hätten die Produkte zu Dumpingpreisen in den Vereinigten Staaten verkauft, begründete das amerikanische Handelsministerium am Mittwoch den Schritt.

          NIKKEI

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          Deshalb würden Matratzen aus China künftig mit einem Strafzoll von bis zu 17,32 Prozent belegt. Bei Bierfässern aus rostfreiem Stahl werde auf chinesische Produkte ein Zoll von bis zu knapp 80 Prozent erhoben. Für Produkte aus Deutschland liege der Aufschlag bei 8,61 Prozent, für mexikanische Fässer bei 18,48 Prozent. Die Unterstützung hatten mehrere amerikanische Firmen, etwa die Matratzen-Hersteller Serta Simmons Bedding and Tempur Sealy oder der Fass-Produzent American Keg, beantragt.

          Die Lage ist ernst

          Der an Schärfe zunehmende Handelskonflikt hat am Donnerstag den Anlegern an den wichtigsten asiatischen Börsen die Kauflaune verdorben. „Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang“, kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die Lage. Nach der chinesischen Drohung, die Vereinigten Staaten vom Zugang zu seltenen Erden abzuschneiden, werde die nächste Drohung jetzt wieder aus Amerika kommen, fürchtet der Portfolio-Manager. Der Konflikt habe das Potenzial, die Weltwirtschaft deutlich nach unten zu ziehen.

          In Japan verlor der Leitindex Nikkei 225 0,29 Prozent auf 20 942,53 Punkte. In China stand der Auswahlindex der Festlandbörsen CSI 300 zuletzt 0,88 Prozent tiefer bei 3631,72 Punkten. In Hongkong sank der Hang Seng um ein halbes Prozent auf 27 099,65 Zähler. Freundlicher sah es dagegen an den Börsen in Südkorea und Indien aus.

          Dass China nun die Karte der Seltenen Erden ausspiele, zeige, wie ernst die Situation inzwischen sei, schrieb Analyst David Madden von CMC Markets UK. Die amerikanische Regierung werde sich ihre nächsten Schritte sorgfältig überlegen müssen.

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