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Erstes Teilabkommen : Xi und Trump könnten Handelsstreit in Iowa entschärfen

  • Aktualisiert am

Xi Jinping und Donald Trump treffen sich 2017 in Florida. Bild: Reuters

Wird der Agrarstaat im Mittleren Westen als Ausweichquartier Ort einer wichtigen Vereinbarung? Donald Trump sagt, Xi Jinping wäre dabei. Beide Seiten melden Fortschritte in den Verhandlungen.

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          Im Handelsstreit mit China will Amerikas Präsident Donald Trump die angepeilte erste Vereinbarung nun in seiner Heimat besiegeln. Er strebe eine Unterzeichnung in den Vereinigten Staaten an, sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Weißen Haus. „Wir schauen uns eine Reihe von Orten an“, ergänzte er und schlug konkret Iowa vor.

          Der ländlich geprägte Bundesstaat, der zum Beispiel Sojabohnen exportiert, hat besonders unter chinesischen Zöllen zu leiden. Diese hatte Peking im Zuge des Konflikts verhängt. Auch gilt Iowa als ein entscheidender Schauplatz bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr.

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          Auf die Frage, ob auch Chinas Präsident Xi Jinping mit einer Besiegelung des Vertrags in Amerika einverstanden sei, sagte Trump: „Er würde das auch.“ Trump und Xi haben sich bislang nur einmal auf amerikanischem Boden getroffen – im April 2017 in Florida.

          Bislang war geplant, dass Trump und Xi ein erstes Teilabkommen zur Beilegung des Zollstreits am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels Mitte November in Chile unterzeichnen. Doch der Gipfel wurde wegen der Unruhen in dem südamerikanischen Land abgesagt. In dem Handelsstreit überziehen sich die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt seit über einem Jahr gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen.

          „Enorme Fortschritte“

          Die Verhandlungen mit der Regierung in Peking laufen nach Trumps Worten gut. Sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte, am Zeitplan solle sich nichts Wesentliches ändern. Er hoffe weiter auf eine Vereinbarung noch in diesem Monat. Kudlow sprach von „enormen Fortschritten“ in den Gesprächen. Abmachungen zu den Themen Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen und Währungen seien fast abgeschlossen.

          Aus dem chinesischen Handelsministerium hieß es, beide Seiten hätten konstruktive Gespräche geführt und eine „Einigung auf Grundsätze“ erreicht.

          Zweite und dritte Phase?

          Als weiteres gravierendes Problem betrachten die Vereinigten Staaten, dass heimische Firmen, die in China tätig sind, dort Einblick in ihre Technologien geben müssen. Dieses strittige Thema des sogenannten Technologietransfers werde wahrscheinlich erst in einer zweiten Phase verhandelt, ergänzte Kudlow.

          Trumps Handelsberater Peter Navarro sagte dem Sender Fox Business Network, insgesamt dürften drei Phasen erforderlich sein, um den Konflikt zu beenden. Ein Ziel sei ein Automatismus für den Fall von Verstößen Chinas. Demnach solle Amerika dann Zölle erheben dürfen, ohne Vergeltung der Volksrepublik fürchten zu müssen.

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