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Handelskonflikt : Volkswagen, BMW und Daimler besänftigen Trump mit Autofabriken

  • Aktualisiert am

Eine Fertigungslinie im Werk des Autobauers Daimler im amerikanischen Tuscaloosa Bild: dpa

Deutsche Autobauer fürchten sich vor neuen Zöllen. Durch geschickte Investitionen haben sie Donald Trump wohl milde gestimmt – und mit Hilfe der EU.

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          Die Strategie der deutschen Automobilindustrie, durch hohe Investitionen in den Vereinigten Staaten amerikanische Importzölle auf Autos und Autoteile abzuwenden, trägt Früchte. Ein Tag vor Ende der Frist, in der Präsident Donald Trump darüber entscheiden kann, solche Zölle zu verhängen, herrscht Zuversicht – in der Brüsseler EU-Kommission und in Unternehmenszentralen. Eine gewisse Unsicherheit bleibt allerdings, weil Trump erfahrungsgemäß ungern auf das Druckmittel verzichtet, mit Zöllen zu drohen.

          Wie die deutschen Hersteller planen, zeigt zum Beispiel Volkswagen eindrücklich: Ausgerechnet an diesem Mittwoch wird der Konzern in Chattanooga im amerikanischen Bundesstaat Tennessee mit einem symbolischen Spatenstich ein Investitionsprogramm in Höhe von 800 Millionen Dollar offiziell verkünden, inklusive 1000 neuer Arbeitsplätze. Die Wolfsburger wollen dort vom Jahr 2022 an Elektroautos produzieren. VW investiert zudem in eine Kooperation mit Microsoft und entwickelt mit dem amerikanischen Konkurrenten Ford neue Pick up- und Nutzfahrzeuge.

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