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Handelsstreit : China will WTO reformieren

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Chinas Außenminister Wang Yi spricht nach dem Treffen mit Frankreichs Außenminister Yves Le Drian. Bild: Reuters

Während Donald Trump Zölle über Zölle verhängt, versucht China, sich als Retter des Freihandels zu profilieren. Nun bringt der Außenminister eine Reform der Welthandelsorganisation ins Gespräch.

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          China hat sich zur Welthandelsorganisation (WTO) und ihrem System des freien Welthandels bekannt. Das derzeitige System sei aber nicht ohne Fehler, weshalb China „notwendige Reformen“ unterstütze, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am späten Donnerstagabend in Peking.

          China habe den Schutz des freien Handels immer unterstützt und glaube daran, dass Multilateralismus mit der WTO im Zentrum gestärkt werden müsse. „Zugleich glauben wir aber nicht, dass das aktuelle System perfekt und ohne Fehler ist“, sagte Wang nach einem Treffen mit Frankreichs Außenminister Yves Le Drian. „China unterstützt notwendige Reformen zur Perfektion des Systems, auch der WTO, um sie fairer, effektiver und rationaler zu machen.“

          Die Grundsätze der WTO, namentlich die Ablehnung von Protektionismus und die Unterstützung von Freihandel, sollten unverändert bleiben, zugleich sollten die Rechte von Entwicklungsländern aber nicht übersehen werden, sagte Wang: „Das Ziel der Reform sollte sein, es den Ländern zu erlauben, die Früchte der Globalisierung fairer zu genießen und die Unterschiede zwischen Süd und Nord nicht noch weiter zu vertiefen.“ Konkret forderte Wang, den Entwicklungsländern mit Respekt zuzuhören und ihnen nicht lediglich das Recht, etwas zu sagen, einzuräumen.

          China befindet sich derzeit in einem erbitterten Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten unter Donald Trump, der damit droht, sämtliche chinesischen Importe nach Amerika mit Strafzöllen zu belegen. Zuletzt war in den Konflikt wieder etwas Bewegung gekommen. Beobachter sehen die Aussagen Wangs als Vorbereitung auf neue chinesisch-amerikanische Gespräche.

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