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Gegen Handelskriege : Ein Hoch auf den Freihandel!

Lange galt die Faustformel, dass der Handel doppelt so schnell wächst wie die Weltwirtschaft. Jetzt stagniert er. Bild: dpa

Der Mehltau des Protektionismus legt sich über die Welt. Das unterstützt längst nicht nur Donald Trump.

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          Die Idee, dass freier Handel über Grenzen hinweg gut ist, verkümmert in erstaunlicher Geschwindigkeit. Die jüngste Debatte der demokratischen Bewerber für die amerikanische Präsidentschaftskandidatur zeigt, wie hoffähig der Protektionismus des amerikanischen Präsidenten Donald Trump inzwischen geworden ist.

          Die aussichtsreiche Demokratin Elisabeth Warren geriert sich sogar radikaler als der „America first!“-Präsident. Sie lehnt nicht nur das ausgehandelte nordamerikanische Freihandelsabkommen ab, das der Kongress noch absegnen muss. Sie will sämtliche Handelsvereinbarungen der Vereinigten Staaten zur Disposition stellen.

          Wer nicht ihren Standards für Umweltschutz und Arbeitnehmerrechte entspricht, kommt nicht in den Genuss eines Freihandelspaktes. Ihr Plan, Arbeitervertreter, Umweltgruppen und andere zivile Organisationen an den Verhandlungstisch zu lassen, dürfte Einigungen so wahrscheinlich machen wie die Lösung des Nahostkonflikts durch Trumps Schwiegersohn an einem verlängerten Wochenende.

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