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Handels-Kommentar : Trump gegen China

Chinas Methoden, um zur führenden Wirtschaftsmacht der Welt zu werden, ängstigen auch deutsche Firmen. Hinter vorgehaltener Hand haben sie denn auch eine klare Ansicht zu Trumps Vorgehen.

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          Präsident Trump macht abermals Ernst. Drei Tage, nachdem er Nordkoreas Diktator Kim Jong-un die Hand gedrückt hat, den zuvor auch China mit Wirtschaftssanktionen unter Druck gesetzt hatte, verhängt er trotz seiner angeblich „großartigen Freundschaft“ zu Chinas Präsident Xi Jinping gegen dessen Land hohe Strafzölle.

          Anders als im Fall der amerikanischen Zölle auf Stahl und Aluminium aus Europa zielt Trump nun auf Güter aus jenen Technologiebranchen, die Peking in seinem Masterplan „China 2025“ ausgewählt hat, um mit ihnen zunächst die „wirtschaftliche Unabhängigkeit“ vom Ausland zu erreichen und anschließend die Führung über die Weltwirtschaft. Nicht nur die Vereinigten Staaten kritisieren Chinas Mittel für diesen Weg.

          Dass China versuche, durch Abschottung, Zwang zu Technologietransfer, Spionage und Subventionen den Rückstand zum Westen aufzuholen, dessen Firmen vom chinesischen Markt zu verdrängen und diese schließlich in der Welt anzugreifen, ist eine Vorstellung, die seit drei Jahren auch der deutschen Industrie immer größere Angst bereitet. Trumps Handelskrieg, heißt es dort hinter dicht vorgehaltener Hand, sei riskant – das Ziel aber richtig.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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