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Entscheidung gegen Huawei : Der britische Bann

In China beliebt, im Rest der Welt skeptisch beäugt: Kunden in Schanghai mit Huawei-Geräten. Bild: EPA

Der Rauswurf des chinesischen Huawei-Konzerns markiert eine politische Wende: Die einst gefeierte Wirtschaftsbeziehung zur Volksrepublik liegt in Trümmern, Investoren werden nicht mehr hofiert – und es kann noch schlimmer kommen.

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          Vor fünf Jahren gingen ein Brite und ein Chinese in ein Pub im Dorf Ellesborough in Buckinghamshire, westlich von London. Draußen Blaulicht, drinnen Bierdunst. David Cameron führte Xi Jinping an den Tresen, sie bekamen zwei schäumende Pint Ale und zwei Portionen Fish and Chips, aßen mit den Händen und plauderten an der Bar. Ein paar Gäste kamen dann, schüchtern, zu den beiden Politikern.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Premier Cameron und Chinas Staatschef Xi schüttelten Hände, das ganze Pub schien begeistert. Am Tag darauf wurde Xi mit einem Staatsbankett im Buckingham-Palast geehrt. Es war die Zeit, als Camerons Finanzminister George Osborne von einer „goldenen Dekade“ der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Großbritannien und China schwärmte.

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