https://www.faz.net/-gqe-9nsu6

Zölle gegen Mexiko : Donald Trump stellt Mexiko Deal in Aussicht

  • Aktualisiert am

Grenzübergang in San Ysidro zwischen Amerika und Mexiko Bild: dpa

Seit einer Woche versucht der mexikanische Außenminister in Washington amerikanische Zölle gegen sein Land zu verhindern. Seine Mission schien bis zum Freitagmittag erfolglos, in einem Tweet spricht Donald Trump nun aber von „guten Chancen“ für einen Deal.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump sieht in letzter Minute nun doch noch „gute Chancen“, sich mit Mexiko auf einen Deal zur Abwendung von Zöllen einigen zu können. Dazu müsste Mexiko auf hohem Niveau Agrarprodukte der Vereinigten Staaten kaufen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter, als er sich an Bord der Air Force One auf dem Rückflug von Irland befand. Andernfalls würde er seine Drohung wahr machen und alle Importe aus Mexiko von Montag an mit Sonderzöllen in Höhe von fünf Prozent belegen.

          Seine Sprecherin Sarah Huckabee Sanders hatte zuvor an Bord des Flugzeugs gesagt, es gebe zwar in den Verhandlungen mit der mexikanischen Regierung über die Einwanderungspolitik „viel Fortschritt“. Gleichwohl sei bislang weiter geplant, dass die Zölle verhängt werden. Mit den im Raum stehenden Importaufschlägen will Trump die mexikanische Regierung dazu bringen, härter gegen zentralamerikanische Migranten vorzugehen, die auf dem Weg über Mexiko illegal in die Vereinigten Staaten gelangen wollen. Die Zölle in Höhe von fünf Prozent könnten bis Oktober zudem auf 25 Prozent steigen.

          Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard, der sich seit einer Woche in Washington aufhält, hatte bereits angekündigt, dass 6000 Nationalgardisten an die Südgrenze seines Landes entsendet werden sollen, um Migranten aus Zentralamerika zu stoppen.

          Zölle auf chinesische Waren verschoben

          Unterdessen wurde bekannt, dass Amerika die geplante Erhöhung der Importzölle auf bestimmte chinesische Waren um zwei Wochen auf den 15. Juni verschiebt. Dies ging am Freitag aus einer im Internet veröffentlichten Ankündigung der amerikanischen Regierung hervor. Bis dahin würden bei einigen Produkten noch keine Aufschläge berechnet, erklärte das Büro des Handelsbeauftragten.

          Im von Trump angezettelten Handelsstreit überziehen sich Amerika und China derzeit gegenseitig mit höheren Zöllen. Auf die Frage zum Handelskonflikt sagte Chinas Präsident Xi Jinping in St. Petersburg, sein Land unterstütze die Globalisierung. Es sei wichtig, trotz der unterschiedlichen Auffassungen Lösungen zu finden. Man müsse das bestehende multilaterale Handelssystem in der Welt schützen.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Agrarlobby : Was kostet die Wurst?

          Tiere leiden, der Planet auch. Dabei wäre das leicht zu ändern. Ganz ohne Fleischsteuer. Die meisten deutschen Fleischesser sind hier längst weiter als die Bauern und ihre Bundesministerin.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.