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Mit einem Handelsabkommen : Trump will Handelsstreit mit China noch im November beilegen

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Chinas Präsident Xi Jinping und der amerikanische Präsident Donald Trump im November 2017 in Peking Bild: AP

Am Montag geriet abermals ein chinesisches Unternehmen ins Visier des amerikanischen Handelsministeriums – jetzt heißt es, ein Handelsabkommen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften soll bis Ende des Monats stehen.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump will den Handelsstreit mit China nach einem Medienbericht noch in diesem Monat aus der Welt schaffen. Zum Treffen der G20-Staaten Ende November wolle er ein Handelsabkommen mit dem Präsidenten der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, Xi Jinping, abschließen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Er habe schon Regierungsmitarbeiter und Experten aus seinem Stab mit der Ausarbeitung von Details beauftragt.

          Auslöser für diesen Schritt sei ein Telefonat mit Xi am Donnerstag gewesen. Trump selbst hatte das Gespräch als „lang und sehr gut“ bezeichnet und sich über Twitter positiv zum Verlauf der Gespräche über ein Handelsabkommen geäußert. An der Börse wurden die Informationen positiv aufgenommen.

          Die Staats- und Regierungschef der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich am 30. November und 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zu ihrem alljährlichen Gipfel.

          Erst am Montag hatte die amerikanische Regierung den Handelsstreit mit China durch Sanktionen gegen einen staatlich kontrollierten Chiphersteller aus der Volksrepublik weiter eskalieren lassen. Das Handelsministerium in Washington hatte angekündigt, die Fujian Jinhua Integrated Circuit Company aus Gründen der nationalen Sicherheit auf eine Liste von Unternehmen zu setzen, an die amerikanische Firmen ohne spezielle Lizenzen nicht exportieren dürfen.

          Trump stört sich an dem großen Handelsdefizit der Vereinigten Staaten im Warenaustausch mit China. Er wirft der Volksrepublik Dumpingpreise, Technologiediebstahl und andere unfaire Handelspraktiken vor. China bestreitet die Vorwürfe. Amerika hat Importe aus China im Wert von 250 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen belegt, etwa die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten. 

          Als Vergeltung hat China Sonderzölle auf Einfuhren aus Amerika im Wert von 110 Milliarden Dollar verhängt. Wesentlich mehr geht nicht, weil die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr nur für rund 130 Milliarden Dollar nach China exportiert haben.

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