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Trumps Drohung an China : „Echter Deal, oder überhaupt kein Deal“

  • Aktualisiert am

Wenn er drohen kann, ist er in seinem Element: Der amerikanische Präsident Donald Trump. Bild: Reuters

Präsident Trump droht China trotz des Waffenstillstands mit weiteren Zöllen. Peking sagt indes eine rasche Umsetzung von Handelsvereinbarungen zu: „Je schneller desto besser.“

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit China trotz des jüngsten Waffenstillstands mit „größeren Zöllen“ gedroht. Er werde chinesische Einfuhrgüter mit den Abgaben belegen, wenn es nicht zu einem effektiven Handelsabkommen mit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft komme, erklärte Trump am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir werden entweder einen ECHTEN DEAL mit China haben oder überhaupt keinen Deal.“ Er gehe aber davon aus, dass letztlich ein Abkommen abgeschlossen werde.

          China hat unterdessen eine rasche Umsetzung der mit Washington getroffenen Vereinbarungen zugesichert. „China wird mit der Umsetzung bestimmter Punkte beginnen, bei denen ein Konsens erreicht wurde, je schneller desto besser“, erklärte das chinesische Handelsministerium am Mittwoch. Für die auf 90 Tage angesetzten Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten werde es einen „klaren Kalender und eine klare Roadmap“ geben. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

          Chinas Staatschef Xi Jinping und der amerikanische Präsident Donald Trump hatten sich am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires auf einen Waffenstillstand in ihrem Handelskonflikt verständigt. Bei einem Abendessen einigten sie sich darauf, vorerst auf angedrohte neuen Strafzölle zu verzichten. Die Vereinigten Staaten hatten China damit gedroht, Zölle auf chinesische Importgüter im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar auf 25 Prozent zu erhöhen. China erklärte sich bereit, auf Gegenmaßnahmen zunächst zu verzichten. Die Vereinigten Staaten stellten jedoch ein Ultimatum: Wenn Peking den Forderungen nach einem Abbau von Handelsbarrieren nicht binnen 90 Tagen nachkommt, sollen die Strafzölle wie geplant steigen.

          https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1070110615627333632
          https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1070089367224549377

          Zu seinem Treffen mit den Chefs deutscher Autmobilkonzerne, die mit ihm ebenfalls über die Vermeidung von Zöllen sprechen wollten, hat sich Trump bislang nicht geäußert. Er twitterte am Dienstag nach dem Treffen: „Amerikanische Steuerzahler – und amerikanische Arbeiter – sollten nicht dafür bezahlen, die Umweltverschmutzung in anderen Ländern zu beseitigen.“

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