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Gute Zahlen : Deutsche Exportwirtschaft trotzt Handelskonflikten

  • Aktualisiert am

In Deutschlands Handelsbilanz ist von den globalen Handelskonflikten wenig zu spüren. Bild: Reuters

Handelsstreit? Welcher Handelsstreit? In den deutschen Exportzahlen des ersten Halbjahrs ist von den globalen Konflikten wenig zu sehen. Dagegen schrumpft eine Zahl, für die Deutschland viel gescholten wurde.

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          Nachfrage vor allem aus Europa kurbelt die Geschäfte der deutschen Exportwirtschaft an. Im ersten Halbjahr gingen Waren „Made in Germany“ im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union, dort gab es ein Plus von 5,4 Prozent. Exporte in Länder außerhalb der EU legten um 1,9 Prozent zu.

          Noch stärker als die Exporte legten aber die Importe zu. Sie stiegen in den ersten sechs Monaten um 4,8 Prozent auf 541,3 Milliarden Euro. Speziell im Monat Juni importierte Deutschland mit Waren im Wert von 3,7 Milliarden Euro so viel wie nie in einem einzigen Monat zuvor.

          Da die Importe im ersten Halbjahr stärker stiegen als die Exporte, schrumpft damit der deutsche Leistungsbilanzüberschuss. Deutschland wird seit einiger Zeit dafür kritisiert, wesentlich mehr zu exportieren, als es importiert. Amerikas Präsident Donald Trump will dem mit seinen zahlreichen Zöllen begegnen. Aber auch der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte Deutschland zuletzt gemahnt. Deutschlands Überschuss sei „unverhältnismäßig“, schrieb Maurice Obstfeld am Montag in einem Gastbeitrag für die „Welt“.

          Chronologie der Zölle

          Seit Januar 2018 (Auswahl)

          22. Januar

          Wert: 8,5 Mrd. $

          20–50% auf Waschmaschinen

          15–30% auf Solarpaneele

          23. März

          Wert: 48 Mrd. $

          20% auf Aluminium

          25% auf Stahl

          (für Europa erst ab 01.06.)

          02. April

          Wert: 3 Mrd. $

          15-25% auf 128 landwirtschaftliche Produkte

          (z.B. Schweinefleisch, Früchte, Wein)

          22. Juni

          Wert: 2,8 Mrd. $

          25% auf u.a. Whisky, Orangensaft, Tomaten, Jeans, Motorräder, Erdnussbutter

          06. Juli

          Wert: 50 Mrd. $*

          25% auf 1300 Hightech-Produkte (z.B. Autos, Flugzeugteile, Festplatten)

          06. Juli

          Wert: 50 Mrd. $*

          25% auf mehr als 100

          Produkte (z.B. Autos,

          Flugzeuge, Sojabohnen, Rohöl)

          Angedroht

          Wert: 200 Mrd. $

          25% würde nahezu alle chinesischen Produkte

          treffen, u.a. Luftfahrt, IT, Maschinenbau, Autos

          Angedroht

          Wert: 60 Mrd. $

          bis zu 25 Prozent auf 5200 Produkte (z.B. Fleisch, Weizen, Wein, Flüssiggas)

          Angedroht, in verhandlung

          Wert: 37,4 Mrd. $

          20 % auf Autos

          Angedroht, in verhandlung

          Wert: 294 Mrd. $

          noch unklar

          * zunächst im Wert von 34 Mrd. $,

          weitere 16 Mrd. $ folgten am 23. August

          Grafik: F.A.Z. / Stand: 23.08.18

          Chronologie der Zölle

          Seit Januar 2018 (Auswahl)

          22. Januar

          Wert: 8,5 Mrd. $

          20–50% auf Waschmaschinen

          15–30% auf Solarpaneele

          23. März

          Wert: 48 Mrd. $

          20% auf Aluminium, 25% auf Stahl

          (für Europa erst ab 01.06.)

          02. April

          Wert: 3 Mrd. $

          15-25% auf 128 landwirtschaftliche Produkte

          (z.B. Schweinefleisch, Früchte, Wein)

          22. Juni

          Wert: 2,8 Mrd. $

          25% auf u.a. Whisky, Orangensaft, Tomaten, Jeans,

          Motorräder, Erdnussbutter

          06. Juli

          Wert: 50 Mrd. $*

          25% auf 1300 Hightech-Produkte (z.B. Autos, Flugzeugteile, Festplatten)

          06. Juli

          Wert: 50 Mrd. $*

          25% auf mehr als 100 Produkte (z.B. Autos, Flugzeuge, Sojabohnen, Rohöl)

          Angedroht

          Wert: 200 Mrd. $

          25% würde nahezu alle chinesischen Produkte treffen,

          u.a. Luftfahrt, IT, Maschinenbau, Autos

          Angedroht

          Wert: 60 Mrd. $

          bis zu 25 Prozent auf 5200 Produkte (z.B. Fleisch, Weizen, Wein, Flüssiggas)

          Angedroht, In Verhandlung

          Wert: 37,4 Mrd. $

          20 % auf Autos

          Angedroht, In Verhandlung

          Wert: 294 Mrd. $

          noch unklar

          * zunächst im Wert von 34 Mrd. $, weitere 16 Mrd. $ folgten am 23. August

          Grafik: F.A.Z. / Stand: 23.08.18

          Trotz einer Annäherung ist der Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten noch nicht ausgestanden. Zugleich spitzt sich der Streit zwischen Washington und Peking zu. Das könnte auch deutsche Firmen treffen, die in China produzierte Waren in die Vereinigten Staaten ausführen.

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