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Wirtschaft vor Rezession : Nichts zu feiern in Iran

Zwar feiern momentan tausende Menschen in Iran das Jubiläum der Islamischen Revolution, doch der Wohlstand ist heute geringer als unter dem Schah – ökonomisch ist das kaum Grund zur Freude. Das liegt nicht nur an Amerika.

          3 Min.

          Die derzeitigen Revolutionsfeiern sind für die Iraner auch deshalb von Bedeutung, weil vierzig Jahre dort als eine besondere Wegmarke gelten, als Alter der Reife. Doch allzu gefestigt und gestanden wirkt das Regime nicht, im Gegenteil. Innenpolitisch geht der Machtkampf zwischen Hardlinern und moderaten Kräften weiter, und außenpolitisch hat sich Teheran gegen keinen seiner Widersacher durchgesetzt, weder gegen Saudi-Arabien noch gegen Israel oder die Vereinigten Staaten.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Europa, China und Russland stehen zwar weiterhin zum Wiener Atomabkommen von 2015, das Washington im Mai aufgekündigt hat. Aber auch hier werden die Stimmen lauter, die an Teherans guten Absichten zweifeln. Iran rüstet kräftig auf, droht Israel, kämpft in Syrien und im Jemen und soll Terrorkontakte unterhalten: Frankreich und Belgien glauben, dass iranische Diplomaten hinter einem vereitelten Anschlag 2018 nahe Paris gestanden haben.

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