https://www.faz.net/-gqe-9qhtt

Trump gegen Xi : Kampf der Kaiser

Xi Jinping und Donald Trump in Peking (Archivaufnahme vom November 2017) Bild: AFP

Der Handelskrieg zwischen Donald Trump und Xi Jinping wird emotional und damit zu einer echten Gefahr. Ist das chinesische Volk bereit, sich für das Vaterland zu opfern?

          4 Min.

          Der Handelskrieg zwischen den beiden Supermächten Amerika und China ist an einem brisanten Punkt angelangt: Seit dem vergangenen Freitag ist der Streit um Amerikas Handelsbilanzdefizit, Chinas Technologiediebstahl und Strafzöllen zu einem emotional geführten Konflikt geworden, der von zwei Staatschefs geschürt wird, die sich beide als von der Vorsehung gesandte Kaiser ansehen mit dem Auftrag, ihr Land zu alter Größe zurückzuführen.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Mit den Worten „Ich bin der Auserwählte“ hat der amerikanische Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche seinen immer härteren Kampf gegen China begründet. Nachdem Peking Amerikas jüngste Strafzolldrohung mit eigenen neuen Vergeltungszöllen konterte, nannte Trump auf Twitter den zuvor stets als „Freund“ titulierten chinesischen Präsidenten Xi Jinping plötzlich einen „Feind“ und ordnete „hiermit“ an, die amerikanischen Wirtschaft habe sich aus China zurückzuziehen. Zugleich beschimpfte Trump die amerikanische Notenbank Federal Reserve, die seinem Willen nach wie in einem Akt göttlicher Fügung durch eine kräftige Zinssenkung die Scherben seiner Wirtschaftspolitik zusammen kehren soll.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. + F.A.S. – Adventsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Frankfurt am Main, Standort der in den Fokus der Ermittler geratenen Wirtschaftskanzlei Freshfields

          Freshfields und Cum-ex : Anwälte im Steuerskandal

          Freshfields gilt als „Edelmarke“, zu den Mandanten gehören Dax-Konzerne und die Bundesregierung. Nun steckt die Wirtschaftskanzlei in der größten Krise ihrer Geschichte.
          Im Sommer 1992, zu Beginn des Kriegs in Bosnien-Hercegovina, war das „Weiße Haus“ die Folterkammer des von Serben betriebenen Lagers Omarska.

          Lager im Bosnienkrieg : In der Hölle von gestern

          Im Bosnien-Krieg wurde Nusreta Sivac gefoltert und vergewaltigt. Heute lebt sie wieder am Tatort. Denn nur in ihrer Heimatstadt Prijedor fühlt sie sich zu Hause.