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WTO-Chef im Interview : „Es droht das Gesetz des Dschungels“

Autos werden von Bremerhaven aus verschifft Bild: AP

Der Chef der Welthandelsorganisation schlägt Alarm: Er spricht über Handelskrieger vom Schlage Trumps, Globalisierungsverlierer und den Brexit.

          5 Min.

          Herr Azevêdo, die liberale Welthandelsordnung der vergangenen Jahrzehnte droht zu zerbrechen. Stehen wir an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der Deglobalisierung?

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das hängt davon ab, was Sie unter Deglobalisierung verstehen. Ökonomisch erleben wir keine Verlangsamung der wirtschaftlichen Integration der Welt. Aber das politische Umfeld hat sich verschlechtert: Es wird für Unternehmen immer schwieriger, Investitionsentscheidungen für die Zukunft unter der Prämisse zu treffen, dass die Grenzen offen bleiben und Güter und Dienstleistungen weiter frei gehandelt werden können wie bisher.

          Von der Globalisierung profitieren nicht alle. Das ist politischer Sprengstoff und wird als eine Ursache für Trump und den Brexit angesehen. Haben wir es übertrieben mit dem Freihandel?

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