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Trotz Streit : Chinas Handelsüberschuss mit Amerika wächst und wächst – und wächst

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Der chinesische Export nach Amerika ist stark gestiegen. Bild: EPA

China verkauft deutlich mehr nach Amerika, als es von dort importiert. Das dürfte Donald Trump weiter ärgern – dabei könnte er die Ursache dafür sein.

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          Chinas Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten ist auf einen Rekordwert gestiegen und dürfte den Zollstreit zwischen den beiden Wirtschaftsgroßmächten verschärfen. Chinas Exporte nach Amerika übertrafen die Importe von dort im Juni um knapp 29 Milliarden Dollar, wie aus an diesem Freitag veröffentlichten Daten hervorgeht.

          Im Mai hatte der Überschuss noch 24,6 Milliarden Dollar betragen. Der amerikanische Präsident Donald Trump dürfte den Druck auf die Regierung in Peking damit weiter erhöhen. Erst kürzlich drohte er zusätzliche Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar an. „Die Vereinigten Staaten haben den Krieg begonnen“, sagte der chinesische Vize-Handelsminister Wang Shouwen am Donnerstag dazu.

          Trump wirft China unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Deshalb hat er eine ganze Reihe von Importzöllen verhängt oder zumindest angekündigt. Die Regierung in Washington hatte schon in der vergangenen Woche zusätzliche Zölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar eingeführt, worauf China mit Gegenmaßnahmen reagierte. Zuvor hatten sich die Vereinigten Staaten bereits mit Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium vor ausländischer Konkurrenz abgeschottet.

          Chinas Handelsministerium bestätigte jüngst, dass chinesische Exporteure ihre Lieferungen nach Amerika vorziehen, um die erwarteten Zölle zu umgehen. Dies wiederum könnte zu einer Verlangsamung der Exporte gegen Jahresende führen. „Mit Blick nach vorne wird sich das Exportwachstum in den kommenden Monaten abkühlen, da sich neben einer breiteren Abschwächung der globalen Nachfrage die amerikanischen Zölle niederschlagen dürften“, sagte Julian Evans-Pritchard, China-Experte beim Analysehaus Capital Economics in Singapur.

          Angesichts des eskalierenden Handelsstreits decken sich amerikanische Einzelhandelsunternehmen offenbar mit Waren aus China ein. Die Importe aus der Volksrepublik, die über amerikanische Seehäfen abgewickelt wurden, legten im Juni überraschend stark zu. Der Zuwachs habe in allen amerikanischen Häfen im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 6,3 Prozent gelegen, teilte der Hafen von Los Angeles unter Berufung auf die Analysefirma IHS Markit mit. Der Gründer der Unternehmensberatung Hackett Associates, Ben Hackett, sagte, Firmen deckten sich wohl vorsorglich vor der Einführung neuer Zölle mit Waren ein. „Das ist ein Anstieg, der nicht normal ist.“

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