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Angst vor höheren Zöllen : Chinas Export brummt – wegen des Handelskriegs

  • -Aktualisiert am

Noch zeigt sich China unbeeindruckt von den amerikanischen Strafzöllen. Bild: dpa

Ausgerechnet in den Vereinigten Staaten finden Waren aus der Volksrepublik momentan reißenden Absatz: Denn amerikanische Händler tätigen Hamsterkäufe, weil sie fürchten, dass chinesische Produkte bald noch teurer werden.

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          Im Handelskrieg zwischen Amerika und China haben sich beide Länder mit Strafzöllen auf Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar überzogen. Im Autoabsatz hat sich das auf dem größten Fahrzeugmarkt der Welt China bereits bemerkbar gemacht. Die Verkäufe sind im Vergleich zur Vorjahresperiode im Oktober den fünften Monat in Folge deutlich zurückgegangen – um über 13 Prozent auf zwei Millionen Autos. Für die ersten zehn Monaten des Jahres fällt das Minus mit 2,5 Prozent etwas glimpflicher aus. Trotzdem: Sinkende Autoverkäufe sind deutsche Autobauer von ihrem wichtigsten Markt, auf dem sie zum Teil zwei Drittel ihres Gewinns erzielen, nicht gewohnt.

          Auch ein anderer Bereich der zweitgrößten Wirtschaft zeigt Spuren des Handelskriegs. Doch hier schlagen keine Rückgänge zu Buche, sondern starke Steigerungen. Die Rede ist von den Ausfuhren des Exportweltmeisters China: Diese sind im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent gestiegen. In den ersten neun Monaten des Jahres war das Wachstum mit rund 12 Prozent klar niedriger.

          Es werden also auf der Welt derzeit sehr viel mehr chinesische Waren gekauft – nicht trotz, sondern wegen des Handelskriegs. Denn die Ökonomen sind sich durch die Reihe einig, dass der Zuwachs „Hamsterkäufen“ der Händler vor allem in den Vereinigten Staaten geschuldet ist. Dort herrscht die Befürchtung, dass der amerikanische Präsident Donald Trump eine weitere seiner Drohungen wahr macht und nicht nur sämtliche chinesischen Importwaren mit Strafzöllen belegt, sondern die Zölle im Satz auch noch kräftig erhöhen könnte, um die chinesische Führung in dem Konflikt unter Druck zu setzen.

          Das Kalkül der Händler funktioniert auch anders herum. So sind auch die Importe in China im Oktober im Jahresvergleich gestiegen. Mit 21,4 Prozent fiel das Plus sogar noch höher aus als bei den Ausfuhren. Allerdings gingen die Einfuhren speziell aus Amerika leicht um 1,8 Prozent zurück. Das hat Chinas Handelsbilanzüberschuss mit Amerika, der Donald Trump so missfällt, in dem Monat etwas sinken lassen.

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