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Ausgespielt: Die amerikanischen Basketball-Stars sind in Schanghai nicht mehr erwünscht. Bild: Bloomberg

Großmacht in Fernost : China wird für die Wirtschaft zum Minenfeld

Die Volkswirtschaft politisiert sich zunehmend: Gerade erst hat die Kommunistische Partei einer ganzen Sportindustrie den Krieg erklärt. Jetzt müssen ausländische Unternehmen Farbe bekennen – und sind völlig unvorbereitet.

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          An kaum einem anderen Ort fühlt sich China so wenig chinesisch an wie im Ritz-Carlton im Schanghaier Stadtteil Pudong. Zur Mittagszeit treffen sich in dem im Marmor gehaltenen Hotelfoyer die Repräsentanten der 66 ausländischen Banken der Stadt und fahren empor in den 52. Stock in die Aura-Lounge zum Sushi-Buffet mit Blick über die Wolkenkratzer.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Am Mittwoch hing über dem Eingang des Ritz’ eine große rote Fahne. Am Einkaufzentrum gegenüber, der Super Brand Mall, kratzte ein an Seilen hängender Arbeiter derweil das 50 Meter hohe Konterfei von LeBron James von der Wand, Starspieler in der amerikanischen Basketballliga NBA und damit ab sofort Persona non grata in China.

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