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Wirtschaftsstreit mit Amerika : „Keine Macht sollte den eisernen Willen Chinas unterschätzen“

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Chinas Staatschef Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin stoßen während einer Asienkonferenz in Tadschikistan an. Bild: AFP

Chinas Führung stellt das Land auf einen langen Konflikt mit den Vereinigten Staaten ein. Und sagt, was dafür zu tun ist.

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          China signalisiert, im Wirtschaftsstreit mit den Vereinigten Staaten lange durchzuhalten. „China wird keine Angst vor Drohungen oder Druck der Vereinigten Staaten haben, die die wirtschaftlichen und handelspolitischen Spannungen noch verschärfen könnten“, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Leitartikel der Zeitschrift „Qiushi“ der Kommunistischen Partei, die das Land regiert.

          Die Volksrepublik habe keine andere Wahl, als den Kampf bis zum Ende auszufechten. „Keine Macht sollte den eisernen Willen des chinesischen Volkes und seine Stärke und Hartnäckigkeit, einen Krieg zu führen, unterschätzen und herabsetzen.“

          Die Volksrepublik müsse Investitionen und Forschung in Schlüsselbereichen der wichtigsten Technologien erhöhen. Und sie müsse mehr hochkarätige Talente zusammenbringen.

          Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt überziehen sich gegenseitig mit Strafzöllen. Zudem geht die amerikanische Regierung gegen chinesische Technologieunternehmen vor, besonders der Smartphone-Hersteller und Netzwerkausrüster Huawei ist ins Visier Washingtons geraten – amerikanische Unternehmen dürfen mittlerweile nur noch eingeschränkt Geschäfte mit dem Konzern machen.

          Derweil haben gerade mehr als 600 amerikanische Firmen den Präsidenten Donald Trump dazu aufgerufen, den Streit beizulegen. In einem Brief schrieben die Unternehmen, zu denen etwa auch die Einzelhändler Walmart und Target zählen, zusätzliche Zölle würden amerikanischen Firmen und Verbrauchern schaden. „Ein eskalierender Handelskrieg ist nicht im besten Interesse des Landes, beide Seiten würden verlieren.“

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