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Trump optimistisch : Amerika und China sprechen wieder über Handel

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Der amerikanische Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping geben sich im Novemeber 2017 in Peking die Hand. Bild: Reuters

In den seit Monaten andauernden Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China soll Bewegung kommen. Dafür reist eine amerikanische Delegation nach Peking – ohne große Aussichten auf einen Durchbruch.

          Amerika und China machen einen neuen Anlauf, um ihren Handelskrieg zu beenden. Die zweitägigen Gespräche am Montag und Dienstag in Peking sind ihre ersten direkten Handelsgespräche, seit der amerikanischen Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor fünf Wochen nach dem Ende des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen (G20) in Buenos Aires einen 90-tägigen „Waffenstillstand“ vereinbart hatten.

          Die Unterhändler wollten „aktiv und konstruktiv“ über den Konsens der Präsidenten diskutieren, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Der Verlauf der Gespräche wird mit Spannung erwartet. Der seit Monaten anhaltende Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften sorgt für zusätzliche Unsicherheiten an den Finanzmärkten über die Konjunktur in den Vereinigten Staaten, China und weltweit.

          Treffen in Davos

          Trump versuchte, die Sorgen zu dämpfen, die durch den Stillstand der amerikanischen Regierung noch verstärkt werden. „Die China-Gespräche laufen sehr gut“, sagte der Präsident am Sonntag vor Journalisten in Washington. Er verwies auf sein jüngstes Telefonat mit Xi Jinping. „Ich glaube wirklich, dass sie einen Deal machen wollen.“ Die Sonderzölle seien sehr schmerzhaft für China. „Ihre Wirtschaft läuft nicht gut.“ Das gebe ihnen Anreiz zu Verhandlungen. Dagegen kassiere der amerikanische Zoll Milliarden Dollar an Abgaben für Importe aus China.

          Zur amerikanischen Delegation, die vom amerikanischen Vizehandelsbeauftragten Jeffrey Gerrish angeführt wird, gehören Vertreter des Finanz-, Handels-, Energie- und Landwirtschaftsministeriums und des Weißen Hauses. Es wurde davon ausgegangen, dass in Arbeitsgruppen verhandelt wird. Ein Durchbruch wurde nicht erwartet. Die ersten formellen Gespräche dürften nur den Weg ebnen für weitere Verhandlungen. Dafür könnten dann Chinas Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, und der Handelsbeauftragte aus Washington, Robert Lightizer zusammentreffen.

          Wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete, wird Trump auf dem Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Januar im Schweizer Davos „wahrscheinlich“ mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan zusammentreffen. Der enge Vertraute von Chinas Staats- und Parteichef gilt als erfahrener Krisenmanager, Wirtschaftsfachmann und politisches Schwergewicht in der kommunistischen Führung Chinas.

          China macht erste Zugeständnisse 

          Die Vereinigten Staaeten beklagen vor allem mangelnden Marktzugang, zwangsweisen Technologietransfer und Produktpiraterie in China und hatten deswegen massive Strafzölle verhängt, die China mit Gegenmaßnahmen beantwortet hatte. Bei ihrem Konsens am 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt hatten sich Trump und Xi Jinping zunächst nur auf einen Burgfrieden und weitere Gespräche geeinigt.

          Die Frist Amerikas für das geforderte chinesische Entgegenkommen läuft damit am 1. März ab. Bis dahin wird eine angekündigte, weitere Erhöhung der amerikanischen Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar von derzeit 10 auf 25 Prozent ausgesetzt. Gibt es keine Einigung, droht allerdings eine Eskalation, die auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben könnte.

          China hat bereits erste Konzessionen gemacht. So wurden die Importe amerikanischer Sojabohnen wieder aufgenommen und zusätzliche Zölle auf Autoimporte aus den Vereinigten Staaten aufgehoben. Chinas Regierung spielt auch seine umstrittene „Made in China 2025“-Strategie herunter, die mit staatlicher Hilfe auf einen Technologieführerschaft abzielt. Zudem wurde angekündigt, dass scharf gegen erzwungenen Technologietransfer bei ausländischen Unternehmen vorgegangen werden soll.

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