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FAZ Plus Artikel Mafia-Weg in die Wirtschaft : „Diese Leute erkennt man nicht als Kriminelle“

Staatsanwalt Federico Cafiero, oberster Strafverfolger der italienischen Anti-Terror-Einheit spricht in Rom. Bild: dpa

Mafiajäger sehen immer mehr Gelder der ’Ndrangheta nach Mitteleuropa fließen. Die Mafiosi versteckten sich in Kapitalgesellschaften – und seien kaum erkennbar.

          Nach der großangelegten Razzia in mehreren europäischen Ländern gegen die ’Ndrangheta, hierzulande auch in Nordrhein-Westfalen, haben hohe Anti-Mafia-Staatsanwälte aus Italien vor dem weiteren Einsickern der kriminellen Organisation in die Wirtschaft gewarnt. „Die ’Ndrangheta versteckt sich mit ihren Leuten hinter Kapitalgesellschaften in GmbHs und AGs. Diese Leute sind gebildet, kommen aus dem Bürgertum, Anwälte oder Steuerberater, die man nicht als Kriminelle erkennt“, sagte der höchste italienische Mafiajäger Federico Cafiero de Raho während einer Pressekonferenz der europäischen Justizbehörde Eurojust am Mittwoch in Den Haag. Es würde dadurch immer schwieriger, der ’Ndrangheta auf die Spur zu kommen. „Die Organisation investiert das illegale Geld damit noch stiller und geheimer.“

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Auch der leitende Staatsanwalt Giovanni Bombardieri aus Kalabrien, der Ursprungsregion der ’Ndrangheta, sprach die steigende Investitionstätigkeit der Organisation in Mitteleuropa an – also in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden oder Belgien. „Diese Investitionen könnten zum Problem werden. Wir brauchen deshalb eine einheitliche Gesetzgebung in Europa und müssen noch mehr auf die Anlagen und Beteiligungen in diesen Unternehmen schauen“, sagte Bombardieri zum Thema Geldwäsche.

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