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Auto-Lobbyverband : Warum Sigmar Gabriel dem VDA absagt

Bild: dpa

Nach einigen Spekulationen schafft Sigmar Gabriel für Klarheit. Der frühere Bundeswirtschaftsminister sagt dem Verband der Automobilindustrie ab.

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          Auf der Suche nach einem neuen Präsidenten hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) eine Absage kassiert. Über mehrere Medien ließ der frühere SPD-Vorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel der Lobbyvereinigung nun ausrichten, dass er sich „nach reiflicher Überlegung und aufgrund anderer Aufgaben“ entschieden habe, nicht für den Posten zur Verfügung zu stehen.

          Gerade in einer Zeit großer Umbrüche sei es eine spannende und herausfordernde Aufgabe, die Autobranche zu begleiten, sagte Gabriel weiter. „Ich empfinde es deshalb als Ausdruck großen Vertrauens, dass Vertreter dieses für Deutschland so wichtigen Industriezweiges mir die Aufgabe als Präsident des VDA zutrauen.“

          Der Lobbyverband der deutschen Autohersteller und Zulieferer wollte Gabriels Äußerung abschlägige Antwort am Mittwoch nicht kommentieren und sich auch nicht zum weiteren Verlauf der Suche nach einem neuen Präsidenten äußern. Der derzeitige Amtsinhaber, der frühere Ford-Manager Bernhard Mattes, hatte im September angekündigt, den Posten zum Jahresende abgeben zu wollen.

          Weiter auf Suche nach neuer Spitze

          Wer Mattes nachfolgt, könnte sich schon am Donnerstag entscheiden. Dann soll der Vorstand des VDA zu einer Sitzung zusammengekommen und das Thema diskutieren. Dem Gremium gehören die Vorstandsvorsitzenden von BMW, Daimler und Volkswagen an, zudem sind die Chefs der großen Zulieferer Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen vertreten.

          Zuletzt hatte unter anderem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, dass neben Gabriel Hildegard Müller als VDA-Präsidentin gehandelt wird. Die 52 Jahre alte frühere CDU-Politikerin und Staatsministerin im Bundeskanzleramt arbeitete zuletzt als Vorstand für den Energiekonzern Innogy, hat aber auch Lobbyerfahrung. Zwischen den Jahren 2008 und 2016 führte sie den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

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