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Abgang bei Discounter : Der Lidl-Chef nimmt seinen Hut

Bei Lidl übernimmt ein Neuer das Ruder. Bild: dpa

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, verliert den nächsten Top-Manager: Erst vor wenigen Wochen hatte der Kaufland-Chef sein Amt niedergelegt. Die Abgänge könnten zusammenhängen.

          Beim Handelsriesen Schwarz knirscht es offenbar gewaltig. Nachdem vor zwei Wochen Patrick Kaudewitz den Chefposten von Kaufland „aus persönlichen Gründen“ niedergelegt hat, nimmt nun auch der 40 Jahre alte Jesper Hojer, als Chef von Lidl den Hut und verlässt die Schwarz-Gruppe.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Als Sprecher des Lidl-Vorstands werde der 38 Jahre alte Ignazio Paterno die Führung übernehmen, bis die endgültige Nachfolge geklärt sei, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, das mit mehr als 400.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 97 Milliarden Euro zu den größten Handelskonzernen der Welt zählt. Paterno kam vor wenigen Monaten als stellvertretender Einkaufsvorstand nach Neckarsulm in die Zentrale.

          Für Hojers sofortiges Ausscheiden werden keine konkreten Gründe genannt. „Die Entscheidung, mein Amt zur Verfügung zu stellen, ist mir nicht leicht gefallen, aber für mich ist es an der Zeit, meine familiäre und berufliche Zukunft neu auszurichten“, wird Hojer in einer Mitteilung der Schwarz-Gruppe zitiert. Hojer gehörte dem Lidl-Vorstand seit 2015 an und war seit 2017 Vorstandschef von Lidl. Für sein langjähriges Engagement dankt ihm laut Mitteilung Schwarz-Chef Klaus Gehrig. Beobachter mutmaßen, dass Gehrig selbst mit der Neuordnung der Schwarz-Führung den Anlass für den Rückzug der beiden Topmanager gegeben haben dürfte.

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