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Der Betriebswirt : Der Gewinn sollte ehrlich sein

  • -Aktualisiert am

Eine Illustration von Peter von Tresckow Bild: Peter von Tresckow

Negative externe Effekte unternehmerischen Handelns gilt es zu vermeiden. Aber oft sind die Auswirkungen nur schwer auf bestimmtes Handeln zurückzuführen.

          7 Min.

          Die Frage nach dem „richtigen“ Gewinn scheint gegenwärtig zum Einstieg in eine Generaldebatte der BWL zu werden. Dabei scheinen drei Themen zentral zu sein: Was kann und sollte der „richtige“ Gewinn abbilden? Wonach sollten sich Unternehmen in ihrem Handeln ausrichten? Mit welchen Instrumenten sollte dieses wünschenswerte Verhalten erreicht werden? Als roter Faden zieht sich durch die Diskussion, wie mit Externalitäten im Zusammenhang mit Gewinnverständnis, Unternehmenshandeln sowie Einfluss auf Unternehmenshandeln umgegangen werden sollte. Die eigentlichen „heißen“ Fragen lauten somit: Erstens: Sollte der Gewinn Externalitäten einbeziehen oder nicht? Zweitens: Sollte das Unternehmenshandeln auch nach Externalitäten ausgerichtet werden? Und drittens: Mit welchen Instrumenten sollten Externalitäten im Unternehmenshandeln internalisiert werden?

          Die Grenzen des Gewinnkonzeptes

          Unternehmen sind Institutionen, die durch (per Eigentum oder per Mandat) legitimierte Führungskräfte unter Nutzung der hierarchischen Koordination geleitet werden. Das Unternehmen endet dort, wo die hierarchische Koordination seitens der Führungskräfte ihre Grenze hat. Die Grenzen des Unternehmens sind bestimmt durch all das, worüber die Führungskräfte ein Recht haben, zu entscheiden. Konkretisiert sind diese Grenzen in den Eigentumsrechten an Sachen, den Verträgen mit Kunden, Lieferanten und Gläubigern sowie durch Gesetze, die die Unternehmenstätigkeit regulieren.

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