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Die Hitze liegt so nah! : Der Supersommer macht dem Last-Minute-Geschäft zu schaffen

  • Aktualisiert am

Balkonien statt Balaton heißt es für viele Deutsche in diesem Jahr. Bild: dpa

In Deutschland ist es derzeit heißer als auf Mallorca oder den griechischen Inseln, das merken nun auch die Reiseveranstalter. Dabei hatte der Juli im Urlaubsgeschäft noch für Rekorde gesorgt – Grund dafür war auch das DFB-Team.

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          Viele Deutsche machen Urlaub auf Balkonien oder an der Ostsee statt in Spanien. Das belastet das Last-Minute-Geschäft von Reiseveranstaltern. Alltours, Thomas Cook und FTI berichten nach einem guten Juli aktuell von niedrigeren Zahlen.

          So gab eine Alltours-Sprecherin zu: „Es gibt eine leichte Delle bei Last-Minute-Buchungen.“ Die Leute würden außerdem eher an die Nordsee als nach Mallorca reisen. Der in mehreren Ländern operierende Reisekonzern Thomas Cook hatte jüngst erklärt, viele Kunden entschieden sich, die aktuellen Rekordtemperaturen zu Hause zu genießen.

          Auch der Veranstalter FTI geht von Auswirkungen des Wetters auf das Buchungsverhalten aus. Diese ließen sich allerdings nicht ohne weiteres beziffern. „Nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft stieg die Buchungsnachfrage wieder unmittelbar an und hat uns einen Rekord-Juli im Last-Minute-Bereich beschert.“ FTI berichtete von einer aktuell sehr starken Nachfrage nach Reisen im Inland und nach Zielen, bei denen Urlauber die Anreise selbst organisieren, zum Beispiel Norditalien.

          2018 ein Topjahr für den Tourismus

          Kurzentschlossene neigen nach Erkenntnissen der GfK-Konsumforscher in heißen Sommern eher zu Ferien im eigenen Land. „Unser regelmäßiges Konsumenten-Panel zeigt, dass in Jahren mit besonders schönem Sommerwetter in Deutschland der Trend etwas nach oben zeigt, Urlaub im eigenen Land zu machen“, sagte GfK-Tourismusexperte Roland Gaßner. „Es ist vorstellbar, dass dieser Sommer für das Last-Minute-Geschäft in Richtung Mittelmeer nicht so erfolgreich wird.“

          Insgesamt rechnet Gaßner aber damit, dass 2018 eines der Topjahre für die Tourismusbranche sowohl im Inland als auch im klassischen Veranstaltergeschäft wird. Nach GfK-Daten stieg der Buchungsumsatz bei klassischen Reisebüros, Onlineportalen der Veranstalter und bestimmten Internet-Portalen für das wichtige Sommergeschäft bis Ende Juni um insgesamt 13 Prozent gegenüber den Vorjahreszeitraum.

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