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F.A.Z. exklusiv : Wir brauchen ein neues Aktiengesetz

  • -Aktualisiert am

Die digitale Hauptversammlung der Lufthansa - vorne in der Mitte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Ludwig Kley Bild: dpa

Deutsche Aufsichtsräte überfordern sich mit zahllosen Mandaten. Den Schaden tragen die Aktionäre. Höchste Zeit für bessere Spielregeln – etwa eine Grenze der Aufsichtsratsmandate. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Der berühmte Satz von Hermann Josef Abs, wonach die Hundehütte für den Hund, der Aufsichtsrat hingegen für die Katz sei, stammt aus einer anderen Zeit. Zu viel hat sich seit den Zeiten eines Abs, des Vorsitzenden des Vorstands und später des Aufsichtsrats der Deutschen Bank während der Nachkriegszeit, geändert. Größere Komplexität im Geschäft und gestiegene Überwachungspflichten des Aufsichtsrats treffen auf selbstbewusstere Aktionäre und fordernde Stimmrechtsberater, die im Auftrag institutioneller Großinvestoren handeln. Und all das geht mit einem deutlich höheren Haftungsrisiko für den Aufsichtsrat einher.

          Vor diesem Hintergrund ist es für den Kenner der Materie doch recht erstaunlich, mit welcher Intensität einerseits über Einzelaspekte des Aktienrechts wie die Vorstandsvergütung, eine Frauenquote oder die virtuelle Hauptversammlung gestritten wird, wie sehr sich aber der Gesetzgeber andererseits bei einer Reform des Rechts des Aufsichtsrats, ja des Aktiengesetzes insgesamt, zurückhält.

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