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Datenskandal bei der Weltbank : Intrigen und ein Putschvorwurf

Kristalina Georgiewa erhält in ihrem Konflikt Unterstützung renommierter Ökonomen. Bild: Reuters

Kristalina Georgiewa ist die Hauptverdächtige in einem Datenskandal. Jetzt wird es ernst. Sie kämpft um ihren Posten an der Spitze des Internationalen Währungsfonds. Prominente Ökonomen unterstützen sie.

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          Die Skandalgeschichte um die Datenmanipulationen in dem Doing-Business-Report der Weltbank aus den Jahren 2018 und 2020 könnte ein groteskes Ende nehmen. Der Bericht wird eingestellt, während die im unabhängigen Prüfbericht identifizierten Strippenzieher der Datenmanipulation ihre Karrieren fortsetzen können.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          An erster Stelle ist hier Kristalina Geor­giewa zu nennen, die heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), die laut Untersuchung der von der Weltbank betrauten Anwaltskanzlei WilmerHale maßgeblich beteiligt war, China einen besseren Listenplatz im Länderranking des Doing-Business-Reports zuzuschanzen. Sie war damals Chefin der Weltbank, der Bericht lag in ihrer Zu­ständigkeit. Sie bestreitet allerdings ve­­­hement jegliches Fehlverhalten. Die Ethik-Kommission des IWFs untersucht aktuell Georgiewas Rolle und wird ihr Er­gebnis dem Verwaltungsrat vorlegen, der dann zu entscheiden hat.

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