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Datenschutz : Pragmatische Lösungen

Microsoft einigt sich mit Datenschützern. Bild: Reuters

Die Datenschutzdebatte läuft zunehmend aus dem Ruder: Leidenschaftliche Kritiker und ebensolche Verteidiger stehen sich unversöhnlich gegenüber. Das hilft niemandem weiter, am wenigsten den Schulen.

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          Die Datenschutzdebatte läuft zunehmend aus dem Ruder: Leidenschaftliche Kritiker und ebensolche Verteidiger stehen sich unversöhnlich gegenüber. Mal wird unkonkret ins Blaue hinein gefordert, der Datenschutz müsse jetzt hinten anstehen (Bayerns Ministerpräsident Söder), mal wird ähnlich unkonkret die Dreistigkeit gegeißelt, mit der große Konzerne (Microsoft) die europäische Datenschutz-Grundverordnung mit Füßen treten.

          Das ist schon in normalen Zeiten schwer zu ertragen, doch die liegen nun schon seit Monaten hinter uns: Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie erleben nicht nur Unternehmen, sondern auch der Schulbetrieb einen Digitalisierungsschub ohnegleichen. Darauf waren Juristen nicht vorbereitet: Die Debatte über die konkreten Auswirkungen der frisch eingeführten europäischen Datenschutzregeln ist noch lange nicht abgeschlossen, im Gegenteil:

          Der Europäische Gerichtshof hat mit einem Grundsatzurteil die Komplexität noch einmal erhöht. Das macht es Schulen und Unternehmen nicht einfacher, deshalb sind jetzt pragmatische Lösungen gefragt. Umso erfreulicher ist es, dass Microsoft und die Datenschutzbehörden eine solche Lösung jetzt gefunden haben. Jetzt müssen weitere folgen.

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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