https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/datenschutz-bei-microsoft-aufsichtsbehoerden-haben-schwere-bedenken-18494685.html

Bedenken gegen Microsoft Teams : Lebensfremder Datenschutz

Bild: dpa

Die Aufsichtsbehörden haben schwere datenschutzrechtliche Bedenken gegen Microsoft 365, die der Konzern nicht ausräumen kann. Richtig nachvollziehbar ist das nicht.

          1 Min.

          Wie sehr sich der Datenschutz von der Lebenswirklichkeit entkoppelt hat, lässt sich inzwischen in fast jedem Büro beobachten. Während die Microsoft-Welt dort alles dominiert und Teams-Videokonferenzen längst an der Tagesordnung sind, haben die Aufsichtsbehörden gegen die cloudbasierten Programme erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken. Auch nach zwei Jahren lebhafter Diskussion und einigen Anpassungen ist es Microsoft nicht gelungen, die hohen Standards der Datenschützer zu erfüllen.

          Der Grund dafür sind keine handfesten Verstöße, sondern die Ungewissheit, was mit den Daten von Kunden und Mitarbeitern passiert, weil in der immer komplexer werdenden Digitalwelt die Aufsichtsbehörden nicht mehr nachvollziehen können, wo welche Daten hinfließen.

          Die Warnung der Datenschutzkonferenz kommt nicht aus heiterem Himmel, sie stützt sich auf strenge europarechtliche Vorgaben und eine geradezu überzogene Interpretation dieser Regeln durch den Europäischen Gerichtshof. Ein Trost ist das nicht. Solch einen Datenschutz versteht niemand mehr.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Weitere Themen

          Wer bietet mehr?

          FAZ Plus Artikel: Subventionswettlauf : Wer bietet mehr?

          China, Amerika und die EU: Plötzlich buhlen alle mit Milliarden-Subventionen um die Hersteller von Batteriezellen, Solarpaneelen und Chips. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Wettlauf. Es steht viel auf dem Spiel.

          Hautkrankheiten aus der Ferne behandeln

          Telemedizin : Hautkrankheiten aus der Ferne behandeln

          App statt Wartezimmer: Für 25 Euro bekommt man von Dermanostic eine hautärztliche Beratung übers Internet. Auch der Nivea-Konzern Beiersdorf investiert in das Start-up aus Düsseldorf.

          Topmeldungen

          Freude über eine Investition: Bundeskanzler Olaf Scholz, der Chef des Chipherstellers Wolfspeed, Gregg Lowe, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck

          Subventionswettlauf : Wer bietet mehr?

          China, Amerika und die EU: Plötzlich buhlen alle mit Milliarden-Subventionen um die Hersteller von Batteriezellen, Solarpaneelen und Chips. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Wettlauf. Es steht viel auf dem Spiel.
          Im Handelssaal der Frankfurter Börse

          Geldanlage : Die seltsame Dax-Erholung

          Deutsche Aktien haben einen Lauf – als hätte es Krieg und Inflationssorgen nie gegeben. Wie kann das sein?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.