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Panama Papers : 27-Stunden-Razzia in Kanzlei Mossack Fonseca

  • Aktualisiert am

Der leitende Strafverfolger Javier Caraballo erklärt vor der Presse, wie die Razzia lief. Bild: AP

Daten beschlagnahmt, keine Festnahmen: Behörden haben stundenlang die Kanzlei durchsucht, die im Mittelpunkt der Panama Papers steht. Und nun?

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          Die Behörden Panamas haben während einer Razzia in der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca riesige Mengen digitaler Daten beschlagnahmt. Die Durchsuchungen hätten 27 Stunden gedauert, hieß es. Festnahmen habe es nicht gegeben.

          Mossack Fonseca steht im Mittelpunkt eines Skandals um Briefkastenfirmen, die die Kanzlei für Tausende Kunden eingerichtet hat. Briefkastenfirmen werden nach Einschätzung von Fachleuten oft zur Steuerhinterziehung oder Geldwäsche genutzt.

          Mit den Durchsuchungen wollen die Behörden feststellen, ob es Beweise für illegale Aktivitäten der Anwaltskanzlei gibt. Auslöser der Aktion war die Veröffentlichung der „Panama Papers“ durch ein internationales Recherche-Netzwerk von Journalisten. In den Daten der Anwaltskanzlei fanden sich Hinweise auf Hunderttausende mutmaßliche Briefkastenfirmen in der Karibik.

          Der leitende Ermittler Javier Caraballo sagte, die Behörden hätten Zugriff auf 100 „virtuelle Server“ und einige physische Server mit Daten der Anwaltskanzlei und werteten diese nun aus. Eine Sperrung von Konten sei noch nicht angeordnet worden. Es sei auch niemand festgenommen worden. Die Ermittler hätten noch keine überzeugenden Fakten, um Entscheidungen zu treffen.

          Die auf Briefkastenfirmen spezialisierte Kanzlei Mossack Fonseca hatte erklärt, sie habe keine Gesetze verletzt. Ihr Vorgehen sei legal.

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