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Neue Initiative : Zauberwort „Verantwortungseigentum“

  • -Aktualisiert am

Nicht alles, was gut klingt, ist auch gut. Bild: Getty

Mit Verve fordern Lobbyisten eine neue Eigentumsform für Unternehmen. Was fortschrittlich klingt, ist in Wahrheit ein Pakt gegen künftige Generationen. Ein Gastbeitrag.

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          Viele Unternehmer des Mittelstands und der Start-up-Branche in Deutschland wollen ihre Unternehmen selbständig und werteorientiert aufstellen, um deren Ziele langfristig und nachhaltig verfolgen zu können. Glaubt man den Vertretern der Berliner „Stiftung Verantwortungseigentum“, einer Initiative des Jungunternehmers Armin Steuernagel, steht ihnen dabei jedoch ihr eigenes und vor allem im Erbfall von Zersplitterung bedrohtes Eigentum im Wege. Das deutsche Gesellschaftsrecht biete – abgesehen von rechtlich aufwendigen Stiftungskonstruktionen – keine geeigneten Möglichkeiten, generationenübergreifend nachhaltiges und verantwortliches Handeln sicherzustellen.

          Daher plädieren die Initiatoren der Stiftung für eine ergänzende Rechtsform-Variante innerhalb des GmbH-Gesetzes, um eine Kapitalbindung im Unternehmen dauerhaft und rechtlich sicher zu gewährleisten. Es gelte, „das Unternehmensvermögen für den unternehmerischen Einsatz zu erhalten und personalisierte Entnahmen späterer Eigentümergenerationen auszuschließen“, heißt es in einem Policy Brief. Mit anderen Worten: Man will künftige Generationen an das heute für richtig Befundene binden.

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