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Machtverteilung in Iran : Das Wirtschaftsimperium der Revolutionswächter

Nicht nur für das Militärische zuständig: Irans Revolutionswächter Bild: dpa

Sie soll die Revolution in Iran verteidigen. Doch die Militäreinheit spielt längst eine weit darüber hinausragende Rolle – nicht nur in der Bauwirtschaft und im Ölgeschäft.

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          Die Islamische Republik Iran lässt sich ihre militärischen Auslandseinsätze viel kosten. So beliefert der Auslandsarm der Revolutionswächter, die Quds-Brigaden, proiranische Milizen mit Waffen, vor allem in Syrien, im Irak, Libanon und Jemen.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Die Brigaden bilden diese nichtstaatlichen Akteure aus, sie entsenden zudem eigene bewaffnete Einheiten und verfügen in weiteren Ländern über ein Netzwerk klandestiner Hintermänner. Die Tötung von Qassem Soleimani, der seit 1998 an der Spitze der Eliteeinheit gestanden hatte, wird die militärischen Fähigkeiten Irans im Ausland nicht zerstören, vermutlich aber schwächen.

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