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Hyperloop-Wettbewerb : Das haben die Superstudenten vor, die Elon Musk beeindruckten

Die Studenten der Technischen Universität München beeindruckten auch Elon Musk schwer. Bild: dpa

Ihre Kapsel saust mit 467 Kilometer in der Stunde am schnellsten: Studenten der Technischen Universität München haben drei Mal den Wettbewerb um eine Kapsel für Elon Musks Tunnelprojekt gewonnen. Es sind Millionen-Projekte.

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          Ein paar Tage Auszeit hat sich die buntgemischte Studentengruppe gegönnt, hat die Sonne am Venice Beach oder Redondo Beach genossen – und trefflich einen Geschwindigkeitsrekord über 467 Kilometer in der Stunde gefeiert. Nach acht Monaten harter Arbeit und Tüfteln haben die 39 Kommilitonen der Technischen Universität München (TUM) eine Kapsel (englisch: Pod) durch eine 1,25 Kilometer lange Röhre gejagt und damit zum dritten Mal in Folge den von Tesla-Gründer Elon Musk ausgeschriebenen „Space X Hyperloop Pod Competition“ gewonnen.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Für Felix Hsu und Florian Janke fiel das Feiern allerdings kurz aus. Die beiden Studenten der Luft- und Raumfahrt saßen schon einen Tag nach dem Finale auf dem Gelände des von Musk betriebenen Raketenunternehmens Space X vor dreieinhalb Wochen in der eng bestuhlten Economy-Class auf dem Weg zurück von Los Angeles nach München.

          Ausschweifend Party machen war nicht drin. Prüfungen standen an. Hsu, 26 Jahre, im neunten Semester auf dem Weg zum Masterabschluss, ist für das Chassis der Kapsel aus Carbon zuständig. Janke, 25 Jahre, zehntes Semester, ebenfalls Master-Aspirant, ist technischer Leiter des Projektes.

          Schneller als alle Konkurrenten

          Schlafen, schlafen, schlafen hieß es für sie erst einmal. In den 19 Tagen zuvor konnte davon kaum die Rede sein, als das Kernteam von 15 Mitgliedern Tag und Nacht ihre Kapsel „WARR Hyperloop Pod III“ für den Wettbewerb startklar machte. Am Ende hat wieder alles geklappt. Sie erhielten aus den Händen von Elon Musk den Innovationspreis.

          Die zwei Konkurrenten, die es unter 20 Teilnehmern ebenfalls ins Finale schafften, kamen langsamer ins Ziel – und zwar wesentlich langsamer. Das Team Delft Hyperloop von der niederländischen Universität Delft beschleunigte seine Kapsel auf 142 Kilometer in der Stunde, die Kollegen der ETH Lausanne mit ihrem EPF Loop auf 85 Stundenkilometer.

          „Wir haben auch Glück gehabt“, sagt Felix Hsu. „Hätten wir die Konfiguration in der Endabstimmung des Pods nicht richtig getroffen, wäre es uns möglicherweise so ergangen wie den anderen.“ Florian Janke muss aber doch hinzufügen: „Wir sind wahnsinnig gut vorbereitet gewesen, das kann man auch an der Qualität unseres Fahrzeuges erkennen.“ Unter einer Carbon-Haube finden sich etwa mit Aluminium und Titan wertvolle Materialien aus der Luft- und Raumfahrt. So wiegt die 1,90 Meter lange Kapsel nur 70 Kilogramm.

          „Wir sind perfektionistisch herangegangen“

          Die acht Elektromotoren, das ergaben Simulationen im Vorfeld, hätten es auf eine Geschwindigkeit von sogar 650 Kilometern in der Stunde bringen können. Das 2,40 Meter lange Vorgänger- und Siegermodell Pod II brachte es vor einem Jahr auf 81 Kilogramm mit nur einem Motor. Die 324 Kilometer in der Stunde – damals Rekord – kamen schon aus eigenem Antrieb, während Wettbewerber mit einem Schieber – dem „Pusher“ – durch die Röhre bummelten. Dieses Mal präsentierten alle Eigenantriebe.

          „Man sieht dem Pod III an, dass da unheimlich viel Arbeit drinsteckt“, lobt Janke die eigene Mannschaft. „Wir sind perfektionistisch und durchdacht herangegangen.“ Wir? Das sind Studenten der Luft- und Raumfahrt, des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, Physik, Informatik oder Betriebswirtschaft; ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus 16 Nationen. In den Team-Treffen wird Englisch gesprochen.

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