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Europäische Banken : Das große Gerangel

  • -Aktualisiert am

Die EZB Bild: dpa

Die europäischen Banken schalten in den Angriffsmodus. Deutsche Bank, BNP Paribas, Unicredit – Wer wird der neue europäische Champion?

          6 Min.

          Die Zeichen stehen auf Angriff: Um jährlich 7 Prozent soll der Netto­gewinn der französischen Großbank BNP Paribas bis zum Jahr 2025 zulegen. Bei der mit derzeit 10 Prozent schon jetzt ordentlichen Nettoeigenkapitalrendite strebt die Bank bis Mitte des Jahrzehnts eine weitere Steigerung auf 11 an. Auch wenn der Kurs der BNP-Aktie am Dienstag mit einem leichten Plus in den Handel startete, überzeugt Finanzfachleute der Ausblick: 19 von 27 von Bloomberg befragte Analysten raten derzeit zum Kauf der BNP-Aktie. Die Erwartungen sind also durchaus ambitioniert, aber für 2021 hat die Bank immerhin schon mal geliefert. Das Institut weist einen Rekord-Nettogewinn von 9,5 Milliarden Euro aus. Das ist ein Plus von rund 34 Prozent im Vergleich zu 2020 und auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ein sattes Plus von 16 Prozent.

          Wer den jüngsten Aufstieg der BNP Paribas verstehen will, muss zurückgehen ins Jahr 2014. Nachdem die Franzosen dank eines behutsamen Ausbaus des Investmentbankings robust durch die Fi­nanzkrise gekommen waren, verurteilten amerikanische Richter die BNP zu ei­ner Geldstrafe von umgerechnet mehr als 6 Milliarden Euro. Grund war die jahrelange Umgehung von Handelsembargos gegen den Sudan, Iran und Kuba. Alle umstrittenen Geschäftspraktiken fan­den damit zwar kein Ende. Wohl aber wurde Risikovorsorge seither großgeschrieben, größer als ohnehin schon in der eher als konservativ geltenden Bank und als bei Konkurrenten wie Barclays , Credit Suisse oder der Deutschen Bank. Das „Trauma“ saß tief.

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