https://www.faz.net/-gqe-941jg

Briten-Kommentar : Das Brexit-Risiko

  • -Aktualisiert am

Die Haushaltsrede des britischen Schatzkanzlers lautet in einem Satz zusammengefasst: Das Land geht wirtschaftlich schwächer als gedacht in den Brexit.

          1 Min.

          Eine Stunde lang hat Großbritanniens Schatzkanzler Philip Hammond im Parlament in London geredet. Wenn man seine Haushaltsrede in einem Satz zusammenfassen will, dann lautet dieser: Großbritannien geht in den Brexit wirtschaftlich weniger stark als angenommen.

          Dass die Regierung ihre bisherigen optimistischen Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren nach unten korrigieren würde, war schon zuvor klar gewesen. Viele Fachleute allerdings hatten mit einer weniger deutlichen Revision gerechnet.

          Die britische Volkswirtschaft wird in den kommenden Jahren merklich langsamer wachsen als die Wirtschaftsleistung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion. Grund dafür ist die alarmierend schlechte Produktivitätsentwicklung.

          Doch solche Schwierigkeiten verblassen vor den ökonomischen Risiken des bevorstehenden EU-Austritts: Denn trotz des Gegenwinds kann von einer Wirtschaftskrise auf der Insel bisher keine Rede sein. Aber wenn es in den kommenden Monaten nicht gelingt, die Weichen für einen von Vernunft und Kompromissbereitschaft geleiteten Brexit zu stellen, kann sich das schnell ändern.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          So sieht der EQS aus.

          Der neue EQS : 770 Kilometer soll er schaffen

          Der EQS ist die elektrische Version der S-Klasse und gleichzeitig deren Konkurrent. Mit beiden will Daimler dicke Margen einfahren.
          Will, dass die EU härter ihre Interessen vertritt: EVP-Fraktionschef Manfred Weber

          F.A.Z. exklusiv : Weber stellt Briten Bedingungen

          Das Europaparlament ratifiziert vorerst nicht das Abkommen mit dem Vereinigten Königreich. EVP-Fraktionsschef Manfred Weber fordert von London die Einhaltung seiner Verpflichtungen in Nordirland.
          Hoffnung auf den Höhenflug: Fredi Bobic will in Berlin an seine Frankfurter Erfolge anknüpfen.

          Fredi Bobic und Hertha BSC : Dieser Weg wird steinig

          Aktuell von Corona geplagt, akut vom Abstieg bedroht: Schafft der neue Geschäftsführer Fredi Bobic auch die Hertha, oder schafft die Hertha Bobic?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.