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Briten-Kommentar : Das Brexit-Risiko

  • -Aktualisiert am

Die Haushaltsrede des britischen Schatzkanzlers lautet in einem Satz zusammengefasst: Das Land geht wirtschaftlich schwächer als gedacht in den Brexit.

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          Eine Stunde lang hat Großbritanniens Schatzkanzler Philip Hammond im Parlament in London geredet. Wenn man seine Haushaltsrede in einem Satz zusammenfassen will, dann lautet dieser: Großbritannien geht in den Brexit wirtschaftlich weniger stark als angenommen.

          Dass die Regierung ihre bisherigen optimistischen Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren nach unten korrigieren würde, war schon zuvor klar gewesen. Viele Fachleute allerdings hatten mit einer weniger deutlichen Revision gerechnet.

          Die britische Volkswirtschaft wird in den kommenden Jahren merklich langsamer wachsen als die Wirtschaftsleistung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion. Grund dafür ist die alarmierend schlechte Produktivitätsentwicklung.

          Doch solche Schwierigkeiten verblassen vor den ökonomischen Risiken des bevorstehenden EU-Austritts: Denn trotz des Gegenwinds kann von einer Wirtschaftskrise auf der Insel bisher keine Rede sein. Aber wenn es in den kommenden Monaten nicht gelingt, die Weichen für einen von Vernunft und Kompromissbereitschaft geleiteten Brexit zu stellen, kann sich das schnell ändern.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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