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Trotz Absatzrückgang : Das Auto ist in China noch nicht am Ende

Das Auto bleibt wichtig in China. Bild: dpa

Chinas Autoabsatz sinkt. Doch das Auto bleibt weiter wichtig – als Statussymbol und weil der Nahverkehr nicht gut genug ist. Ein Nachfolger für das Auto ist auch in China nicht in Sicht.

          In Deutschland wird alle paar Jahre das Ende des Autos ausgerufen. Junge Leute, so heißt es etwa, verlören die Lust am Auto, weil sie nicht mehr Dinge besitzen wollten, sondern nur auf Zeit nutzen.

          Das Argument hört man auch in China: Der Markt sei gesättigt, unken Beobachter. Jeder Chinese, der ein Auto wolle, habe schon eines. Und die Zahl derer, die wegen mangelnden Parkraums und schier endloser Wartezeit in Staus keine Autos kauften, steige rasant.

          Doch so wie in Deutschland spätestens nach dem Studium oder dem Umzug ins Grüne weiter das eigene SUV her muss, dürften wohl auch in China die Autoverkäufe nach einer Delle wieder deutlich zulegen. Der öffentliche Nahverkehr im Land ist viel zu gering entwickelt, als dass die Menschenmassen auf ihren langen Fahrten zum Arbeitsplatz auf Bus und Bahn umsteigen könnten. Auch ein Produkt, das dem Auto den Platz als Statussymbol Nummer eins streitig machen könnte, ist nicht in Sicht.

          Grund für den Rückgang auf dem Automarkt sind denn auch eher zuvor gewährte Subventionen des Staats, die im Jahre 2018 ausgelaufen sind. Doch schon hat Peking in Sorge um die schwächelnde Wirtschaft wieder die Mehrwertsteuer gesenkt. 2019 wird für den Verkauf von Autos ein weiteres schwieriges Jahr. Am Ende jedoch ist es auch in China noch nicht.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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