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Nach Festnahme-Erfolg : Die Darknet-Hydra

Im Darknet lässt sich gutes und schnelles Geld verdienen, viele Kriminelle werden davon angezogen. Bild: dpa

Der „Wall Street Market“ ist Geschichte. Doch kaum nehmen Ermittler die eine illegale Handelsplattform vom Netz, stehen die nächsten Kriminellen schon bereit. Gibt es einen Ausweg aus dem Teufelskreis?

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          Bevor die Staatsmacht zuschlug, waren die Online-Kunden über viele Monate äußerst zufrieden. Sie schwärmten von der „sehr angenehmen Kauferfahrung“, den guten Suchmöglichkeiten, dem prompten und hilfreichen Support, den tollen Produkten und Services. „Long live WSM“, wünschte ein Nutzer namens „Hashishmaster“ – lange lebe der „Wall Street Market“, einer der größten illegalen Handelsplätze im Internet.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es blieb ein frommer Wunsch. Seit Mitte April häuften sich beunruhigende Nachrichten. Auf der Infoseite Deepdotweb kam der illegale Online-Handelsstar gar nicht mehr gut weg. „These wixxers do joint business with the sellers and steal your money“, erregte sich „Jack1996“ – die Plattformbetreiber machten also gemeinsame Sache mit den Verkäufern und stählen das Geld der Kunden, so der Vorwurf. Immer wieder war von „Exit Scam“ die Rede. Damit bezeichnet man in der Branche die aus Kundensicht unerfreuliche Tatsache, dass Marktbetreiber ihren verbotenen Handelsplatz klammheimlich dichtmachen und das für Käufer und Verkäufer verwaltete Kryptogeld einfach auf sich übertragen.

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