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Danone-Chef Emmanuel Faber : „Die Corona-Krise kann zu Hungersnöten führen“

Die lokale Produktion werde durch die Corona-Krise weltweit in den Fokus rücken, sagt der Danone-Chef Emmanuel Faber voraus. Bild: Philippe Lassalle

Der Danone-Chef Emmanuel Faber warnt im Gespräch mit der F.A.Z. vor Verwerfungen auf der ganzen Welt: Die Corona-Krise werde Spuren in der globalen Wirtschaft hinterlassen und Nachhaltigkeitsziele seien wichtiger denn je.

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          Die weltweiten Nahrungsmittelversorger schlagen Alarm: Die Corona-Krise werde in den Entwicklungsländern verheerende Folgen haben. „Hungersnöte können zunehmen, es wird eine sehr schwere soziale Krise geben, Lieferketten brechen ab, die Gesundheitssysteme sind überfordert“, sagte der Vorstandsvorsitzende des französischen Lebensmittelkonzerns Danone, Emmanuel Faber, im Gespräch mit der F.A.Z. voraus.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Nicht umsonst haben sich die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Welthandelsorganisation (WTO) gegen Handelsbeschränkungen ausgesprochen. Als 2007 Reisproduzenten wie Indien und Vietnam ihre Ausfuhren beschränkten, stiegen die Weltmarktpreise, und es kam zu Hungeraufständen in verschiedenen Entwicklungsländern, berichtete die FAO kürzlich.

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