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Auto-Kommentar : Geisterfahrerin

  • -Aktualisiert am

Malta hat keine Autoindustrie. Bild: dpa

Die Vorschläge der EU-Abgeordneten Miriam Dalli haben das Zeug dazu, die deutsche Autoindustrie zu ruinieren. In ihrer Heimat gibt es keine Autohersteller. Noch Fragen?

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          Keine blaue Plakette, objektive Beurteilung des Diesels, Hinterfragung der Aufstellorte der Luftqualitätsmessstellen – in der Bundesregierung formt sich eine Allianz zukunftssichernder Vernunft, angeführt von Kanzlerin Merkel und Verkehrsminister Scheuer. Die wird es auch brauchen, denn was die Berichterstatterin im federführenden Umweltausschuss des EU-Parlaments vorhat, ist geeignet, die deutsche Autoindustrie zu ruinieren.

          Miriam Dalli wird am 16. Mai ihre Vorschläge zur CO2-Regulierung für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge in der Zeit von 2021 bis 2030 vorstellen. Über die schon äußerst strengen Ziele, die die EU-Kommission Ende vergangenen Jahres vorgetragen hat, geht sie weit hinaus. Der CO2-Ausstoß von Neuwagen soll bis 2030 nicht um 30, sondern um 50 Prozent sinken. Eine Verkaufsquote für Elektroautos wird faktisch eingeführt.

          Dalli bestreitet, dass große schwere Autos mehr verbrauchen und ausstoßen als leichte, und streicht den Gewichtsparameter. Das führt zum Einheitskleinwagen. Betroffenen Regierungen rät sie, ihre Gesellschaft auf drastische Arbeitsplatzverluste einzustellen. Dalli stammt aus Malta, dort gibt es keine Autoindustrie. Noch Fragen?

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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