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Versicherung meldet : 17 Prozent weniger Fehltage wegen Depressionen

  • Aktualisiert am

Die Zahl der Fehltage wegen Depressionen geht deutlich zurück. Bild: Jonas Wresch

Die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen sind jahrelang angestiegen. Jetzt gibt es offenbar eine Trendwende, zumindest bei einer Krankenkasse. Doch Frauen trifft es härter.

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          Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit erstmals seit 2006 gesunken. Die erwerbstätigen DAK-Versicherten hätten im vergangenen Jahr deutschlandweit 5,6 Prozent weniger Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen gehabt als im Jahr 2017, teilte die DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg mit.

          Psychische Erkrankungen seien aber immer noch die dritthäufigste Ursache für Fehltage. Mit 15 Prozent sind sie für mehr als jeden siebten Fehltag verantwortlich. An erster Stelle stehen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, die mit 20,9 Prozent jeden fünften Fehltag verursachen, an zweiter Atemwegsleiden mit 16 Prozent.

          Höherer Krankenstand wegen Grippewelle

          Der gesamte Krankenstand erhöhte sich 2018 bei der DAK im Vergleich zum Vorjahr leicht von 4,1 auf 4,2 Prozent. Die DAK-Gesundheit erklärte den Anstieg mit der Grippewelle zu Anfang des vergangenen Jahres. Gut die Hälfte der versicherten Arbeitnehmer – 51,4 Prozent – ließ sich im vergangenen Jahr überhaupt nicht krankschreiben.

          Besonders deutlich verringerten sich die Fehltage wegen Depressionen, und zwar um 17 Prozent. Frauen waren von psychischen Erkrankungen wesentlich häufiger betroffen als Männer. Bei den weiblichen Versicherten wurden 63 Prozent mehr Fehltage aufgrund einer solchen Diagnose gezählt als bei Männern. Für die Krankenstandsanalyse ließ die DAK die Daten von 2,5 Millionen Arbeitnehmern auswerten, die bei der Kasse versichert sind.

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