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Warnung vor niedrigerem Gewinn : Daimler wird von Diesel-Affäre getroffen

  • Aktualisiert am

Die Dieselautos sind das Daimler-Sorgenkind. Bild: dpa

Der Konzerngewinn im dritten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahr um fast eine Milliarde Euro gefallen. Schuld ist wohl die Diesel-Affäre. Doch auch in anderen Geschäftsbereichen sieht es nicht gerade rosig aus.

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          Seit Jahren diskutiert Deutschland über die Dieselkrise. Eine Lösung ist noch immer nicht wirklich in Sicht. Auch deshalb muss Daimler jetzt seine Gewinnziele für 2018 abermals nach unten schrauben.

          Man erwarte ein Ergebnis „deutlich unter Vorjahresniveau“, teilte der Konzern am Freitag mit. Vor allem in der Autosparte Mercedes-Benz schwächelt der Stuttgarter Autobauer. Der Grund dafür sei die Dieselkrise: „Maßgeblich ist ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge“, hieß es in einer Börsenmitteilung.

          Zudem gibt es in den Segmenten Bus und Vans Probleme bei der Nachfrage beziehungsweise Auslieferung. Wie Daimler weiter mitteilte, lagen die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2018 „nun auch deutlich unter den Markterwartungen“. Der Konzerngewinn im dritten Quartal vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte auf 2,488 Milliarden Euro, nach 3,409 Milliarden im dritten Quartal 2017. Die Aktie fiel nach der Gewinnwarnung um mehr als fünf Prozent.

          Der Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte Ende September angekündigt, dass er seinen Posten im Mai 2019 aufgeben wird. Sein Nachfolger wird der Schwede Ola Källenius.

          Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass das Kraftfahrtbundesamt einen Rückruf von 100.000 Dieselfahrzeugen des Konkurrenten Opel angeordnet hat. Die Behörde verlangt eine Nachrüstung der Autos.

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