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Nexeya angegriffen : Rüstungsunternehmen Hensoldt von Hackern attackiert

  • Aktualisiert am

Erschrockene Anleger: Börsentafel mit Hensoldt an der Frankfurter Börse (Archivfoto) Bild: Lucas Bäuml

Eine französische Tochtergesellschaft des High-Tech-Herstellers wurde zum Ziel einer Cyberattacke. Deren Betrieb ist dadurch gestört und viele Daten wurden abgegriffen. Immerhin sollen andere Gesellschaften der Gruppe nicht betroffen sein.

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          Der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt ist in Frankreich Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dieser zielte auf die IT-Infrastruktur der französischen Tochter Hensoldt Nexeya France, wie das Unternehmen am Donnerstag in Taufkirchen mitteilte.

          Nach aktuellen Erkenntnissen seien beide Datencenter der Firma in Frankreich betroffen. Dabei wurden den Angaben zufolge voraussichtlich in erheblichem Umfang Daten abgegriffen und Systeme verschlüsselt. Der laufende operative Betrieb von Nexeya sei durch diesen Cyberangriff beeinträchtigt.

          Hensoldt habe eine umfassende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet, in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden. Gemeinsam mit internen und externen Experten sowie Datenforensikern arbeite eine Taskforce daran, Herkunft, Umfang und Ausmaß des Angriffs zu verifizieren.

          Parallel werde daran gearbeitet, den laufenden operativen Betrieb bei Nexeya wieder herzustellen. Die IT-Infrastruktur und Daten anderer Gesellschaften der Hensoldt-Gruppe sind dem Unternehmen zufolge nach derzeitigen Erkenntnissen nicht betroffen.

          Die im Kleinwertesegment S-Dax <DE0009653386> notierte Aktie sackte zunächst um mehr als fünf Prozent ab, dämmte das Minus dann aber wieder etwas ein.

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