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Cum-Ex-Skandal : Warburg verlangt 166 Millionen

Eingangstür des Bankhauses M.M.Warburg. Bild: dpa

Das Landgericht Frankfurt hat über die Klage der Privatbank M.M. Warburg verhandelt. Die Deutsche Bank soll als Gesamtschuldnerin haften. Das Gericht hat jedoch Zweifel.

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          Im Streit um die Verantwortung von Depotbanken bei Aktiengeschäften mit („Cum“) und ohne („Ex“) Anspruch auf die Dividendenzahlung hat das Landgericht Frankfurt am Montag über die Klage der Hamburger Privatbank M.M. Warburg verhandelt. Das Bankhaus, das durch seine Verwicklungen in Cum–Ex-Geschäfte steuer- und strafrechtlich immens unter Druck geraten ist, nimmt die Deutsche Bank als Depotbank des Leerverkäufers Icap in Haftung. In dem kaum durchschaubaren Aktienhandel nimmt das britische Brokerhaus eine zentrale Rolle ein.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Vor dem Gericht in Frankfurt musste sich allerdings die Deutsche Bank verantworten. Als inländische Depotbank eines ausländischen Verkäufers, mit dem M.M. Warburg Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag betrieb, habe sie es „pflichtwidrig versäumt“, trotz einer gesetzlichen Verpflichtung Kapitalertragsteuer abzuführen, lautet M.M. Warburgs Vorwurf in der Ende 2018 erhobenen Klage (Az.: 2-18 O 386/18).

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