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Steuerfahndung : Cum-Ex-Razzia bei KPMG in Frankfurt

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Hauptsitz von KPMG im Bürokomplex „Squaire“ am Frankfurter Flughafen Bild: Wolfgang Eilmes

Der Firmensitz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Frankfurt wird von Ermittlern der Staatsanwaltschaft durchsucht, zudem auch Privatwohnungen von fünf Beschuldigten. Über 60 Ermittler sind im Einsatz.

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          Die Staatsanwaltschaft Köln durchsucht seit Dienstag im Zuge der Cum-Ex-Ermittlungen den Firmensitz der Beratungsgesellschaft KPMG in Frankfurt. „Darüber hinaus werden auch Privatwohnungen von fünf (ehemals) dort beschäftigen Rechtsanwälten und Steuerberatern als Beschuldigte durchsucht“, teilten die Staatsanwälte am Mittwoch mit.

          KPMG bestätigte die Razzia: „Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden“, sagte ein KPMG-Sprecher. Über 60 Ermittler, darunter auch Steuerfahnder aus Hessen und Nordrhein-Westfalen und die Kriminalpolizei Recklinghausen, suchen bei der Razzia nach relevanter Kommunikation in Form von E-Mails und sonstiger schriftlicher Korrespondenz. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ über die Durchsuchungen. berichtet.

          Bei „Cum-Ex“-Geschäften wurden Aktienpakete von mehreren Beteiligten rund um den Dividendenstichtag mit („cum“) und ohne („ex“) Ausschüttungsanspruch hin und her verschoben. In der Folge erstatteten Finanzämter Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Dem Staat entstand so ein Milliardenschaden.

          Die Ermittlungen zu Cum-Ex-Vergehen, in die auch Banken verwickelt waren, laufen auf Hochtouren. Erste Strafprozesse endeten mit Schuldsprüchen.

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